[17.11.2004]
Bartenstein: Pflegeberuf - ein Job mit Verantwortung und Zukunft
Enquete - "Pflegeberuf - Job des Lebens" am 17.11.2004 im Messe Wien Congress Center
Wien (OTS/BMWA) - "Pflegepersonal wird dringend gebraucht. Die Ursache dafür liegt in der höheren Lebenserwartung, bei den neuen Zivilisations- und Berufskrankheiten sowie bei den veränderten Familienstrukturen", erklärte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute, Mittwoch, im Rahmen der Enquete "Pflegeberufe. Der Job des Lebens" im Messe Wien Congress Center. In Österreich gibt es ca. 560.000 pflegebedürftige Personen. Diese Zahl wird sich laut Prognosen bis zum Jahr 2030 um rund 45% auf mehr als 800.000 erhöhen. Derzeit werden 80% innerhalb der Familie versorgt. In 20 bis 30 Jahren werde dies aber nicht mehr leistbar sein. "Die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich hat sich in den letzten fünf Jahren um mehr als 27.000 auf derzeit 65.000 Personen erhöht. Prognosen gehen davon aus, dass auch in den nächsten zehn Jahren bis zu 30.000 zusätzliche Beschäftigte gebraucht werden", so der Minister.
"Pflegeberufe. Der Job des Lebens"
"Das Image des Pflegeberufes ist zwar sozial anerkannt, für junge Berufseinsteiger aber nicht ausreichend attraktiv", so Bartenstein. 82% der Österreicher halten Pflegepersonal für eine wichtige Berufsgruppe, 72% halten eine verstärkte Forcierung von Pflegeberufen für eine wichtige politische Aufgabe. Aber nur 8% der unter 30jährigen (10% der Gesamtbevölkerung) sind an einem Pflegeberuf interessiert. Bartenstein: "Die Förderung und Imageverbesserung von Pflegeberufen ist eine vorrangige gesellschaftspolitische Herausforderung der nächsten Jahre. Wie wir mit hilfsbedürftigen und/oder alten Menschen umgehen, ist ein wichtiger Indikator für die soziale Verantwortung und die Solidarität einer Gesellschaft. Als Arbeitsminister habe ich hier eine besondere Verantwortung und Chance: In einer arbeitsmarktpolitisch schwierigen Zeit Jobs mit Zukunft und Sinn zu forcieren." Eine Image- und Informationskampagne für Pflegeberufe, die vom BMWA, dem Gesundheitsministerium und Hilfsorganisationen im Juni gestartet wurde, soll diese Berufung für junge Menschen aber auch für Menschen ohne Beschäftigung und Wiedereinsteiger einfacher zum Beruf werden lassen, so der Minister. "Es muss die Botschaft vermittelt werden, dass Pflegeberufe lebensfrohe, lebensbejahende und selbstverständliche Berufe in einer modernen Gesellschaft sind", sagte Bartenstein weiter. "Mitgefühl, Beschützen und Helfen sind für viele Menschen selbstverständlich. Wenn dies mit Professionalität und Qualifikation gepaart ist - warum nicht einen Beruf daraus machen, einen Job des Lebens?!" <<
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Quelle: http://medwell24.at