[26.09.2006]
Ambulante Pflegekräfte sind häufiger krank
Berlin (dpa) - Pflegekräfte aus ambulanten Diensten leiden häufiger als andere Berufsgruppen an gesundheitlichen Problemen. Sie seien hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt und und mehr als andere von Rückenschmerzen und psychischen Erkrankungen betroffen, heißt es im Gesundheitsreport 2006, den die DAK und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) am Dienstag in Berlin vorstellten. Dennoch seien ambulante Pflegekräfte im Vergleich zu ihren Kollegen im Krankenhaus deutlich zufriedener. 68 Prozent sehen ihre Arbeit positiv, während dies nur 53 Prozent der Krankenhaus-Pfleger tun.
Der Krankenstand der bei der DAK versicherten ambulanten Pflegekräfte lag knapp zehn Prozent über dem Wert aller DAK- Versicherten: Ihre Erkrankung dauerte im Durchschnitt 12,2 Tage gegenüber 11,5 Tagen im DAK-Mittel. «Trotz des vergleichsweise höheren Krankenstandes bieten die kleinen ambulanten Einrichtungen mit flachen Hierarchien gute Voraussetzungen für ein mitarbeiterorientiertes Management von Entscheidungen und Veränderungen», kommentierte DAK-Vorstandsvorsitzender Herbert Rebscher die Ergebnisse.
Am häufigsten klagen die Pflegekräfte über Muskel- und Skeletterkrankungen. Die verbreitetsten psychischen Belastungen sind Zeitdruck, fehlende Pausen und Leistungsdruck.
[Quelle: dpa]


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