Pflegemanagement studieren mit wenig Erfahrung

tg_chris

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Gesundheits- und Krankenpfleger
Hallo zusammen,
ich wollte einmal fragen ob es sinnvoll ist, wenn ich (gesundheits-undkrankenpfleger, 2,5 jahre berufserfahrung auf einer interdisz. intensivstation) ein Pflegemangagementstudium beginne. Es Wäre ein 3jähriger Bachelor-Studiengang ! Mein Problem damit wäre, dass ich null Erfahrung als Stationsleitung oder ähnliches habe. Hat man nach dem Studium trotzdem Jobchancen oder mit welchem Stellenprofil würde man dann anfangen zu Arbeiten? Sicher nicht als PDL bzw. stellv. PDL, oder?
Ich danke für Eure Hilfe,
Chris
 
Hallo,
der Bachelor bereitet auf das mittlere Mnagement vor und ist dei Qualifikation zur Statiosnleitung...in einigen großen Klinken kommst Du darunter gar nicht mehr an einen solchen Posten.
Auf Masterebene werden die PDLs qualifiziert.
Ich denke schon, das Du die Voraussettzungen erfüllst.
 
schonmal danke für die antwort !
also in den beschreibungen zum bachelor-studiengang steht ausdrücklich PDL als späteres Arbeitsfeld (fast ausschliesslich).
und einen masterstudiengang für pflegemanagement gibt es gar nicht (zumindest an der fh osnabrück nicht) :(
 
An der Hamburger Fernuni kannst Du noch einen Diplom-Studiengang absolvieren. Der dauert 8 Semester und qualifiziert zu beidem.
Sicher ist es richtig, dass für Leitungspositionen im höheren Management vorwiegend Leute mit Leitungserfahrung eingestellt werden. Aber auch da hat man trotzdem Chancen, wenn man seine Ansprüche etwas herunterschraubt. Man muß ja nicht gleich Pflegedirektor an der Charité werden, sondern erst mal stellvertretende Pflegedienstleitung in einem kleinen Altenheim in Hinterdupfing. Sicher kann man Leitungserfahrung auch nach dem Studium sammeln, wenn man es doch auch vor dem Studium das schon kann!
Du kannst sicher nach dem Bachelor auch noch den Master-Studiengang absolvieren, wenn nicht an dieser FH, dann an einer anderen, auch per Fernstudium meines Wissens möglich.
Außerdem gibt es außerhalb der Managementebene noch weitere Arbeitsbereiche für Pflegewirte, z.B. im Qualitätsmanagement und anderen Bereichen.
Ich würde es machen! Du bist jung und hast auch ein paar Jahre praktische Erfahrung, das ist schon etwas anderes, als wenn man gleich nach dem Examen anfängt.
 
Hallo,
ich kann mich den anderen nur anschließen - trau dich und mach es :)!
Hab auch direkt nach der Ausbildung (zwischendrin noch abi nachgemacht) mit dem stuidum angefangen und bei uns sind vieeeele die keine bzw. kaum berufserfahrung haben.
Unsere Profs sagen das das kein Problem ist, ausserdem können auch andere Berufsgruppen (Hebammen, Heilerziehungspfleger etc.) das Studium machen und die haben mit der "direkten" Pflege auch nicht so viel zu tun.
Und ganz wichtig - PDL ist nicht der einzige Beruf den du nach dem Studium ausführen kannst.
Andere Bereiche sind z.B. Pflegemanager bei Krankenversicherungen, Pflegeberater, du kannst in die Forschung gehen etc. - also (fast) alles ist möglich :)
 
Mit einem Diplomstudiengang würde ich jetzt aber nicht mehr anfangen. Alle Studiengänge werden auf Bachelor / Master umgestellt. Wer jetzt oder in ein, zwei Jahren im letzten Diplomstudiengang sitzt, hat keinerlei Möglichkeit, z.B. zur Babypause ein Jahr auszusetzen, oder mal ein Semester zu wiederholen. Dann musst Du durchziehen, komme, was da wolle.
 
Naja...

zumindest ist es hier bei uns so, dass der ganze Bachelor- und Master-Müll noch nicht gesucht wird. Wenn akademiker gesucht werden, dann entweder Diplom oder master. Mit Bachelor hat man hier kaum eine Chance.

zum Bachelor und Master gibs ja auch viele thesen. ich habe schon vieles gehört. hier mal paar Highlights.

Bachelor = Vordiplom
Master = etwas mehr als ein Diplom

Bachelor = Diplom FH
Master = Diplom Uni

Ich würde das Diplomstudium wählen, damit hast du noch bessere Chancen. Den Master kannst du imernoch nachmachen und das Diplom behält weiterhin seine gültigkeit!
 
Es gibt doch ohnehin kaum noch Diplomstudiengänge! Sie laufen alle aus! Warum nach einem Studienmodell suchen, das überholt ist?

Außerdem dauert der Bachelor im Allgemeinen drei Jahre, das Diplom vier und mit dem Master kommen noch zwei weitere Jahre dazu. Ein Jahr gespart.
 
Wir müssen uns nichts Vormachen. Bologna, EU, Globalisierung und Co. sind der Untergang eines jeden halbwegs funktionierenden Staates!

Ein Diplom ist trotzdem heute und auch nach 2010 noch qualifizierender als ein Bachelor! Könnte ich studieren würde ich ich um einen der letzten Diplomstudiengänge bemühen. Schaut doch mal in diversen Bildungsforen nach, wie umstritten der Bachelor-Master-Schei*ß ist. Selbst die meisten Professoren sind gg. diese neuen Grade. Ich habe schon "Streitschriften" von Professoren gesehen, die diese an ihrer uni verteilt haben, denn eine bekannte von mir studiert Mathematik im Diplomstudiengang - auch auch schon mehr als vier Jahre.

Vieleoicht hat sie ja schon das Diplom und macht schon ihren Doktor, sagt aber niemanden was davon :D
 
Dass ein Bachelor- Abschluss in Pflegemanegement nur zur Stationsleitung qualifiziert, ist mir neu. Bisher benötigte man zum PDL (egal, ob in der Klinik oder im Altenheim tätig) keinen akademischen Abschluss. Hier zeichnen sich nur künftige Tendenzen ab, die ich durchaus begrüße.

Der Master- Abschluss berechtigt ebenso wie das Uni-Diplom zur Promotion. Insofern sind sie miteinander vergleichbar. Aber im Aufbau des Studiums unterscheiden sich beide Versionen deutlich. Das modulare Konzept bietet differenziertere Qualifikationen und bessere Quereinstiege. Ob der Student wirklich davon profitiert, hängt vom "Komfort" des Studiums ab. Harvard - Niveau werden auch unsere neu ernannten "Elite-Uni's" in absehbarer Zeit nicht erreichen. Daran ändert auch ein Bologna- Prozess nichts.

Ansonsten ist hier alles noch "Baustelle". Gemäß dem Trail and Error - Prinzip werden wir noch so manche Veränderung erleben. Ein marktorientierter Bachelor- Studiengang sollte dem Absolventen sehr wohl in die Lage versetzen, als PDL eine gute Figur zu machen. Ein Jahr weniger Studium heißt ja nicht, weniger relevantes Wissen. Bachelor- Studiengänge zielen ja auf Effektivität ab. Für die Praxis gemacht. Wer Wissenschaftler oder Top-Manager werden möchte, kommt um den Master sowieso nicht herum.
 
Mit einem Diplomstudiengang würde ich jetzt aber nicht mehr anfangen. Alle Studiengänge werden auf Bachelor / Master umgestellt. Wer jetzt oder in ein, zwei Jahren im letzten Diplomstudiengang sitzt, hat keinerlei Möglichkeit, z.B. zur Babypause ein Jahr auszusetzen, oder mal ein Semester zu wiederholen. Dann musst Du durchziehen, komme, was da wolle.



Dies ist nicht richtig. Auch wer jetzt einen Diplomstudiengang anfängt kann genauso in Erziehungsurlaub gehen oder auch ein Semester pausieren und erhält am Ende das Diplom. Zudem muss man sagen das das Diplom bisher noch höherwertig angesehen wird als der Bachelor. Klar dauert ein Diplom Studiengang länger als ein Bachelor, aber gerade hierdrin liegt der Vorteil. Man hat mehr gelernt. Und deshalb Diplom>Bachelor!!! Pro Diplom!!!
Gruß
 
Es gibt doch ohnehin kaum noch Diplomstudiengänge! Sie laufen alle aus! Warum nach einem Studienmodell suchen, das überholt ist?

Außerdem dauert der Bachelor im Allgemeinen drei Jahre, das Diplom vier und mit dem Master kommen noch zwei weitere Jahre dazu. Ein Jahr gespart.

Schon einmal daran gedacht, das dieses eine Jahr kürzer bedeutet weniger Lerninhalte/Infos mitbekommen zu haben? Ein Diplom ist höher anzusiedeln als ein Bachelor. Also wer noch die Chance hat ein Diplom Studiengang zu belegen, sollte dies schleunigst tun.
 
......und wer sowieso auf nen Master und evtl. ne Promotion abzielt, sollte sich doch eher für den Bachelor entscheiden.
Man spart Zeit, zum Teil sogar 2 Jahre. Was bringt einem das Diplom, wenn man dennoch 2 Jahre bis zum Master braucht auch wenn man einige Scheine anerkannt bekommt? Verschwendete Zeit.
Und ja, ein Diplom ist höher anzusiedeln als ein Bachelor.
Was aber nicht heißt dass Bachelorabsolventen keine Zukunft im Berufsleben haben.
 
.... und aussserdem geht das bachelor-studium an einer fh 3,5 jahre und nicht nur 3.
so schlecht scheinen die berufschancen nicht zu sein, bei unsrer fh (ksfh münchen) haben dieses jahr alle bachelor-absolventen einen job bekommen.
 
Bachelor = Vordiplom
Master = etwas mehr als ein Diplom

Bachelor = Diplom FH
Master = Diplom Uni

ich möchte bei dieser aussage einiges korrigieren, damit sich nicht etwas falsches verbreitet...

der bachelorabschluss ist keinesfalls gleichzusetzten mit einem vordiplom, ausserdem gibt es beim bachelor keine unterteilung zwischen grund-/haupstudium

betrachtet man den masterabschluss kann man die aussage treffen, es entspricht den niveau eines diplomabschlusses,
wobei in deutschland der diplom abschluss ein besseren ruf hat

ausserdem einfach zu sagen der bachelor wäre das selbe wie diplom an der fh ist fatal, ich weiss nicht woher die quelle kommt, aber das kann nicht stimmen

der einzige unterschied zwischen einer uni und einer fh liegt darin, dass in der uni viel empirischer(wissenschaftlicher)gearbeitet wird..
die fh dagegen ist praxisorientierter(es soll aber nicht heissen, dass es einfacher ist)

es kommt immer auf das unternehemen an welche bewerbertypen sie bevorziehen

den diplom abschluss wird es in kürze überhaupt gar nicht mehr geben,
es wurden schon in den unis angekündigt bis ws 2009/2010 das grundstudium abzuschließen und für das haupstudium hätte man bis 2013 zeit, ansonsten würde man automatisch auf bachelor umgeschrieben
(ich weiss nicht, ob sie das wirklich dürfen)

eine freundin mit einem sehr guten bachelorabschluss hat aber keine anstellung bekommen, weil es hieß "der bachelor ist ein unterbrochenes studiengang", darauhin macht sie jetzt ihren master.
 
Naja, FH´s sind ja auch nicht Promotionsberechtigt :knockin:

Und nur mal so zur Info:
Anders als beim Bachelor kannst du nach einem erfolgreich aabgeschlossenen Diplom direkt zur Promotion zugelassn werden. Der Master ist hier nicht erforderlich.
 
Hallo CobraCain,
man kann an einer FH nicht promovieren....aber sehr wohl mit einem (überdurchschnittlich) guten FH-Abschluss.
Also ein sehr gutes FH-Diplom berechtigt zur Promotion; ebenso ein Master-Abschluss, da bei den "neuen" Abschlüssen kein Unterschiede mehr gemacht wird zwischen der Art der Hochschule.
By the way: eine Fh ist ein "typisch deutsches Konstrukt" in der Hochschullandschaft. Hinter den Bachelor- und Master-Degrees steht deshalb auch kein "FH" mehr.
Allerdings ist es so wie mein Vorschreiber es bereits gesagt hat, nämlich dass die Gewichtung bezüglich der Ausrichtung (Wissenschaft oder Praxis)anders ist.

Die Einführung der neuen Studienstruktur löst deshalb in Deutschland so viel Verwirrung aus, weil es im Ausland üblich ist, einen ersten Berufsqualifizierenden Abschluss auf BA-Ebene anzusiedeln. Der Master stellt eine Vertiefung und Erweiterung dar...

Aufrgrund der Tatsache, dass sich in der Pflege nun "2 Systeme mit ihren eigenen Logiken" vermischen, kommt es hier zu Problemen bezüglich der Zuordnung von Kompetenzen und Berufsbezeichungen.

Auf europäischer Ebene ist es z.B. überwiegend üblich, dass man auf BA studiert und damit die Qualifikation zum ausüben des Pflegeberufes hat. Hierauf baut man dann im Master -Degree auf; Fachweiterbildungen und Funtionsbezogene Qualifizierungen für Lehrer, Leitung und Forschung finden hier statt.

In DE ist es (noch) usus, dass die Ausbildung - losgelöst von üblichen Bildungsstrukturen- in "Schulen der besonderen Art" stattfindet.
man erwirbt eine primäre Qualifikation zur Arbeit als GuKP, ohne jedoch die Studierbefähigung zu erlangen. Das System ist hier also nicht durchlässig zum sekundären und tertiären Bereich.
Da die Grundausbildung aber eben nicht der BA ist, sondern eine Ausbildung im Post-Sekundären Bereich, muss man nun schauen, wie man die "Stufen" belegt...
In der Lehrerbildung für das öffentliche System ist der BA zum Beispiel Fachbezogen, der Master beinhaltet dann die Erziehungswissenschaften.
Hieran möchte man sich anlehnen....viele Bundesländer sagen daher klipp und klar, dass man zur Arbeit an Schulen den Master benötigt.

Da der Master also den Zugang zu Lehre (und entsprechend auch zur obener Leitung) darstellt, musste man sich nun überlegen, was man mit den BA-Absolventen tut.
In der EU sind das Pflegekräfte ....hier haben die Leute ja schon eine 3 Jährige Ausbildung plus das Studium.
Also hat man sich damit beholfen, das der BA als "Leitung mittleres Management" oder eben als "Praxisanleiter" definiert wérden kann.

Allerdings wird sich auch das im Zuge der Koperationen zwischen Schulen und Hochschulen aufheben...die Ebenen werden sich immer mehr aneinander annähern.
 
@reggaetinchen:
Die Länge des Bachelorstudiums ist verschieden.
An der FH Jena dauert es nur 2 Jahre, an anderen 3 und bei euch scheinbar 3,5.


Seit Einführung der Master-Studiengänge wird es immer schwerer mit einem FH-Diplom zu promovieren. Wenn man Glück hat rutscht man zur Zeit vielleicht noch ohne einen Master hinein, in den Zugangsvoraussetzungen ist aber der Master angegeben.
 
@ yvo: ist das dann wirklich der "B.A. Pflegemanger/in"??
wahnsinn :eek1:, da bin ich wohl auf der falschen fh gelandet wenn man den auch in 2 jahren machen kann :)
 
Wie die Inhalte und die Dauer ist auch der Name an jeder FH unterschiedlich.
An der FH Jena ist es der B.Sc. Pflege / Pflegeleitung.
Ich muss schon sagen dass nun im letzten Semester die Zeit sehr eng ist. Den Bachelor mal eben so nebenher zu den anderen Prüfungsleistungen zu machen ist nicht gerade "angenehm".
 

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