Frisch examiniert auf die Psychiatrie?

Cada

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Hallo ihr,

ich habe vor nach dem Examen direkt in der Psychatrie anzufangen, wenn sich die Möglichkeit bietet.
Ist es zu empfeheln als Berufsanfänger sich gleich von der Somatik zu verabschieden, oder ist es besser dort ein paar Jahre Berufserfahrung zu sammeln?

LG Cada
 
Pauschal kann das wohl Niemand beantworten, denn Interessen, Neigungen, und Vorlieben aber auch Lern - und Anpassungs-Fähigkeiten sowie persönliche Eignung sind eben bei Jedem/Jeder unterschiedlich ausgeprägt.

Ich persönlich bin nach Dem Examen nicht nur sofort in die Psychiatrie übergewechselt, sondern habe diesen Schritt gleich noch mit Auswandern in ein bis dahin fremdes Land mit ander Sprache kombiniert.........ohne dabei "unter die Räder gekommen" zu sein, wohlbemerkt !!!

Es ist also durchaus machbar !!!!
 
Hallo!
Also ich habe diesen Schritt gewagt, und nix bereut!
Während der Ausbildung hatte ich einen acht wöchigen Einsatz auf der offenen Station. Dann bot sich nach dem Examen halt die Stelle auf der Geschlossenen an. Und ich muss sagen, ich glaube nicht, das das ein Nachteil ist. Gut, ich habe schon ein bißchen vergessen, was so in der somatik abgeht...aber das ist wohl auch so wenn ich da erst zwei Jahre oder so gearbeitet hätte!

Also, ich sehe da keine Nachteile oder so!
LG
 
Guten Morgen!

Mein Mann hat auch direkt von Beendigung der Ausbildung in die Psychiatrie gewechselt und es bisher (ok, es ist erst seit Oktober 2007) nichts bereut. Für die Station ist er ein echter Gewinn, die freuen sich, jemanden zu haben, der noch einen offenen Blick für die Somatik hat. Familienfreundlich finde ich es persönlich allemal, er kommt zwar auch erschöpft nach Hause, aber diese absolute Erschöpfung, wie z.B. auf der Inneren oder Chirurgie, wo die Anzahl der zu Pflegenden, die Körperpflegeunterstützung brauchen, doch super hoch ist, die hat er jetzt überhaupt nicht mehr. Ich merke das im Familienalltag sehr, er ist einfach nicht so kaputt, als wenn er wer weiß wieviele Menschen gewaschen, gebettet und gelagert hat, Transporte zur Diagnostik gefahren hat und und und. Psychisch macht man da einiges mit, muss das auch sicher verarbeiten, aber für ihn ist es ein großer Gewinn, wir hätten das nicht so erwartet!

Justine
 
Danke schon mal für die Antworten.
Auch ich muss sagen, dass es in der Psychatrie meist entspannter zugeht, was natürlich nicht heißt das dort "nix los" ist. Aber der Stress ist ein anderer, und das ist das was mir so gefällt.
Auf der anderen Seite habe ich halt Befürchtungen, dass falls ich dann wieder mal in der Somatik arbeiten wollen würde, ich keine Ahnung mehr davon habe...schwierig!??
 
Guten Morgen,
ich finde, man muss sich in jedes Fachgebiet eh einarbeiten, egal in welches. Du kannst in der Somatik jahrelang in der Chirurgie arbeiten, wenn du dann in die Innere wechselst, fängst du auch sozusagen von vorne an, man wird doch überall zum "Fachidioten", wenn man nicht aufpasst.
Von daher ist die Psychiatrie vielleicht niicht in so einer Sonderrolle zu sehen, Intensivstationen, Anästhesie und auch der OP sind ja auch Bereiche, in denen man sozusagen als Neuling anfängt, auch wenn man schon Erfahrung in anderen Bereichen hat. Die haben ja meist nicht viel damit zu tun...

Justine
 
Spricht nix dagegen!!!!
Ich hab in der Psyche gelernt... finde das arbeitsfeld klasse. Bin aus Umzugsgründen seit jahren in der Somatik aber noch viel kontakt mit leuten in der psyche. Vom fachgebiet psy. hab ich KEINEN blassen schimmer mehr! Hat sich alles geändert - Diagnosen, medikation, therapie... einfach alles. Bin eben jetzt somatik Fachidiot... - na und? Ich bin davon überzeugt ich käme wieder rein... nur lernen müsste ich eben...
Andersrum verstehen meine Bekannten nix mehr von Somatik... hat sich alles geändert... gleiche situation... na und... müssen die eben lernen...:mrgreen:
Wunderschön ist es aber beides mal genauer gesehen zu haben! In die somatik zu wechseln dürfte auch zukünftig wenig probleme bereiten... da werden soviele verschlissen... Für Patienten ist es eine Bereicherung wenn jemand da ist der Psy erfahrung mit somatik verbinden kann!!!!!!!!!!!
Meistens ist es aber so (glaube ich): entweder man liebt die Psy. oder man hasst sie. Ich kenne jedenfalls niemanden der seine Stelle mal hierhin oder dahinn öfter gewechselt hätte. Meistens bleiben die Leute dann doch im "eigenen" fachbereich.
Tipp? - mach es!!!:)
 
Danke für die vielen lieben Antworten. Dann werd ich wohl zu gegebener Zeit meine Bewerbungen für die Psychatrie losschicken :)
 
Hallo! :wavey:

Ich denke auch, dass man sich immer individuell einarbeiten muss. :knockin:

Ich hatte auch einen langen Einsatz in der Psychiatrie und habe mich jetzt zum Ausbildungsende dort beworben.
Im Moment haben die keine Stelle, aber die haben meine Unterlagen behalten und ich stehe auf einer Liste. Das heißt, wenn wieder was frei ist, wollen die sich erneut melden.

Ich würde den Schritt aufjedenfall wagen.
Mir hat der Einsatz total gut gefallen und einarbeiten muss man sich überall.

Als *** ist das alles sicher wieder etwas ganz anderes als, als Schülerin ...

Viel Glück für deine Bewerbung! :daumen:

Kannst du ja mal auf dem Laufenden halten! :klatschspring:

LG Sonnenblume :flowerpower:
 
Klar, Psychiatrie ist immer interessant und bevor die Gefahr besteht dort irgendwann mal keine Stelle dort zu erreichen ist es sicher gut direkt dort anzufangen.

Ich persönlich habe vorher erst somatik gemacht. Ich fand die Variante gut, da man nach der Ausbildung noch viel lernt es ist ganz anders als als Schülerin. Diese Erfahrung fand ich sehr wertvoll. Dann auch nochmal sicher zu wissen, somatik nicht mein Ding, da wesentlich stressiger als Psychiatrie...auch der Umgang miteinander ganz anders....

Dann macht sich die Somatik sicher auch gut im Lebenslauf, du weisst ja nicht was du noch vor hast. Denkst du vielleicht jetzt "klar weiss ich das" dachte ich auch aber es ist doch ganz anders gekommen.....

Klar man verlernt über die Jahre viel, trotzdem bleibt auch viel hengen und dies nutzen zu können ist auch in der Psychiatrie sehr hilfreich, auch dort gibt es Herzpatienten, Schlaganfall, RR erhöhte Pat. Verbände, Wickel, Erkältungen ect. Eine gute Psychiatrie macht ja auch aus, den Mensch ganzheitlich zu sehen also nicht nur den Kopf sondern auch die körperl. Verfassung.

Ich pers. würde in jedem Fall, vorher 1 bis 2 Jahre Somatik machen. So schwer das auch fallen mag.

Liebe Grüsse
 
Hallo Kroni,
wir "Psychiater" können nicht nur labern, sondern durch die auch von dir beschriebene Vielfalt leben wir nicht hinter dem Mond. So engstirnig in der Sichtweise der Patienten erlebe ich eher die PP der Inneren oder Chirurgie.
So gibt es auch bei uns Wundmanager u.a. Experten.

MfG
rudi09
 
Hallo,

klar weiss ich dass, gerade das finde ich gut an der Psychiatrie, dei Vielfältigkeit und stimmt, wenn ich mich recht erinnere, ja ´sie sind engstiernig, ich weiss noch wie sie mir von der Psychiatrie abgeraten haben damals, als sei das ansteckend oder so.

Ich mag die Psychiatrie.....versuche mal in der Somsatik gespräche zu führen, ist doch keine zeit für, und manche könnten es so gut gebrauchen, den gehts schon schlecht genug, ne hauptsache arbeit läuft....ne bloss nei wieder somatik!!!!

Trotzdem bleibe ich dabei, zunächst dort hin zu gehen und dann Psychiatrie, aber das muss jeder selber wissen, es steht mir nicht zu zu urteilen, kann nur aus Erfahrung sprechen mehr nicht....
 
Ich bin zurz:flowerpower:eit noch Schülerin in der Gesundheits- und Krankenpflege. Mache die Ausbildung in einer Psychiatrischen Klinik. Ich muss sagen, ich bin sehr froh die Ausbildung gerade in der Psychiatrie zu machen. Ich höre immer wieder, dass wenn man Ahnung in der Psychiatrie hat es nachher sehr leicht hat, wo anders, also auch in der Somatik eine Stelle zu bekommen. Viele Kräfte die "nur" in der Somatik arbeiten, wissen zum Beispiel nicht so gut mit depressiven Patienten umzugehen (habe ich in meinen Einsätzen sehr oft von examinierten Kräften gehört). Außerdem komme ich in meinen Einsätzen in der Somatik oftmals sehr viel besser mit so genannten schwierigen Fällen zurecht, was mir meine Anleiter auch immer wieder bestätigt haben. Also trau dich ruhig diesen Schritt zu gehen. Nach den ganzen Aussagen, die ich bis jetzt gehört habe, kann dies nur der richtige Schritt sein. Nur zurzeit sieht es mit Stellen im psychiatrischen Bereich nicht besonders rosig aus. Vielleicht mal in der Geriatrie versuchen, da dort auch sehr viel psychiatrische Pflege drin vorkommt. Trotzdem viel Glück bei deiner Stellensuche!:flowerpower:
 
Hey,
ich bin auch direkt nach dem Examen auf der Akut-Psychiatrie angefangen und es bisher nicht bereut.
Mal abgesehen von den ganzen Mängeln die es ja in allen Bereichen im Krankenhaus gibt (Mitarbeitemangel etc.) ist es für mich immer noch das Beste, was mir im Pflegebereich passieren konnte.
Das mit dem Vergessen ist sicher richtig, bräuchte wahrscheinlich etwas länger, um auf der Somatik wieder reinzukommen, aber das hat man ja umgekehrt auch. Sehe darin also kein Problem.

Man sollte nur wirklich genau wissen, worauf man sich einlässt. Dann mit dem, was man in der Ausbildung lernt, hat das Ganze meist gar nichts zu tun-
 
(...)

Man sollte nur wirklich genau wissen, worauf man sich einlässt. Dann mit dem, was man in der Ausbildung lernt, hat das Ganze meist gar nichts zu tun-


Kann diese Ausage nicht ganz nachvollziehen. Was unterscheidet denn Deiner Meinung nach die Tätigkeit der examinierten Fachkraft von der des Auszubildenen, wenn man die Erweiterung des Verantwortungsbereiches und der Selbständigkeit mal ausser Acht lässt ?
 
Erstmal ab davon, dass die Verantwortung steigt, sobald man Examiniert ist, hab ich die Erfahrung gemacht, dass man einfach mehr "am Ort des Geschehens ist".
Weiterhin richtet sich die Aggression der Patienten in erster Linie nicht gegen Schüler, Praktikanten etc. sondern gegen Pfleger, Ärzte...
Und aus wirklich gefährlichen Situtationen werden unerfahrenen Kräfte meißt ja auch rausgehalten.
Und dann ist es ja auch noch ein großer Unterscheid auf was für einer Psychiatrie man während der Ausbildung war: Akut, Offen, Sucht etc. und wo man dann hinkommt. Von der Offenen auf die Geschlossene kann ein ziemlicher Schock sein.
 
Weiterhin richtet sich die Aggression der Patienten in erster Linie nicht gegen Schüler, Praktikanten etc. sondern gegen Pfleger, Ärzte
Diese aussage iste meiner meinung nach, nur halb richtig!

Pat. die in einer psychiatrie sind, kann man nicht so einfach einstufen das sie nur auf fachpersonal oder gelernt und nicht gelernt sich einschießen.
natürlich kennen viele pat. den unterschied aber dennoch ist es je nach krankheit, für den pat einfacher den schwächsten im glied zu treffen! (schüler, Praktikanten, zivi´s usw)

aber es gibt auch pat. die in ihrer psychiose, wahn oder was auch immer gar keine unterschiede erkennen können weil ihnen egal ist was für ein dienstgrad du hast sondern in erster linie ein "feind" bist.

pauschalisiere nicht und schon garnicht als psychiatrieschwester.

gerade pflegeschüler sind gleichwertig und haben sich selbst gegenüber und auch dem pat. gegenüber eine hohe verantwortung.

Lg Anni
 
Ich habe diese Erfahrung gemacht. Bin ja auch nicht seit gestern dort auf der Station. Erfahrenere Kollegen (sprich 10 Jahre und mehr) haben mir in dem Falle auch schon zu gestimmt.
Sicher, ein hochgradig angespannter Patient wird keinen Unterschied mehr machen.....bei uns auf Station wird da der Kontakt Schüler/Patient aber wenns geht vermieden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, das kann auch sein vielleicht weil ihr den Kontakt auch so gering wie möglich hält, aber es sind meine Erfahrungen und natürlich nicht der durchschnitt aller Statistiken.

tut mir Leid wenn es blöd rüber kam :)

kenne es halt so aus meinen persönlichen Erfahrungen und die der Kollegen, hatte nämlich witziger weise heute im spät mal darüber diskutiert, und tatsächlich sind die Unterschiede groß. es kommt ja auch auf den Bereich an.

Lg Anni
 

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