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Alt 18.12.2009, 18:00   #1
Newbie
 
Registriert seit: 18.12.2009
Beiträge: 2
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Standard Hirnblutung

Hallo ihr lieben.
Meine mama hatte am samstag 12.12.09 eine schwere hirnblutung auf der linken seite.Ihr ging es morgens noch sehr gut.Mittags ist sie einfach zusammen geklappt und hatte ein blutdruck von 300.Sie wurde sofort operiert.die op verlief ohne komplikationen.Sie ist auch momentan nicht lebensbedrohlich.aber sie ist noch nicht wach.Die nachfolge ct haben auch keine nachblutungen gezeigt.Sie bewegt auch ihre linke seite nur rechts garnichts.ab und zu macht sie kurz die augen auf.Aber sie ist nicht richtig wach.was meint ihr dazu?

gruß Mama08
Mama08 ist offline  
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Alt 18.12.2009, 18:13   #2
Stammgast
 
Registriert seit: 24.04.2009
Beiträge: 276
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Standard AW: Hirnblutung

Leider kann man nicht viel dazu sagen, außer Dir und Deiner Mutter alles Gute zu wünschen. Wirklich etwas zum Zustand und der Prognose Deiner Mutter können Dir nur die Ärzte im Krhs sagen. Ich vermute sie liegt auf der Intensivstation, oder? Die meisten Intensivstationen haben eine tägliche Arzt-Sprechstunde für Angehörige.
Bei allgemeinen Fragen zu Hirnblutungen hilft Dir möglicherweise zunächst mal Wikipedia weiter.
Nomis ist offline  
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Alt 18.12.2009, 18:14   #3
Poweruser
 
Registriert seit: 29.05.2002
Beiträge: 10.232
Aufenthaltsland:
Beruf: Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
Bereich: Krankschreibung
Standard AW: Hirnblutung

Ferndiagnosen sind nicht möglich. Du musst dich an den behandelnden Arzt wenden.

Auch wenn deine Mutter nicht sichtbar wach ist, bedeutet dies nicht, dass sie nichts wahrnehmen kann. Viele Komapatienten berichten nach dem Wachwerden über bestimmte Ereignisse während der Komaphase.

Frag die Kollegen, was du machen kannst. Vielleicht darfst du ihre Waschlotion mitbringen? Wenn sie eine Pflegelotion benutzt hat, dann frage die Kollegen, ob du ihre Arme und Beine eincremen darfst.

Aber auch so banale Dinge, wie einfach nur da sein und vielleicht die Hand halten kann schon sehr viel für deine Mutter bedeuten. Rede mit ihr. Es ist die Weihnachstzeit. Vielleicht hat sie ein Lieblingslied. Leise ins Ohr gesungen kann ein wunderschönes Geschenk sein.

Es kann sein, dass deine Mutter dir zeigt, dass sie dich wahrgenommen hat. Schaue in ihr Gesicht. Verändert sich etwas in der Mimik? Sie liegt bestimmt am Monitor. Verändert sich die Herzfequenz?

Wie lange so eine Komaphase dauert, kann nur der behandelnde Arzt beurteilen. Erwarte von ihm keine Wunder. Er wird es dir nicht genau sagen können. Aber er kann dir erklären, wie es ihr geht. Und das hilft sicher auch.

Elisabeth
Elisabeth Dinse ist offline  
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Alt 18.12.2009, 18:40   #4
Stammgast
 
Registriert seit: 20.11.2009
Beiträge: 285
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Standard AW: Hirnblutung

Zitat:
Sie wurde sofort operiert.die op verlief ohne komplikationen
Hat irgend ein Arzt etwas von "keine Ruptur!!!" erwähnt?

Ganz egal, OP verlief erstmal gut; dennoch sammle deine psychische Kraft!
Vielleicht hilft es dir, dich mal ganz nüchtern mit der Krankheit zu beschäftigen .

Deine Mama wird es sicher nicht toll finden oder empfinden, wenn du dich verrückt machst. Bedenke, dass sie es vielleicht irgendwie spürt, wenn du bei ihr bist.

Das, was da geschehen ist, ist eine Sache, die sehr gemein nach Geduld ruft. Erst die nächsten Tage und Wochen werden deiner Mama und dir ein klareres Bild bringen. Ich denke, dass die Ärzte schon irgend etwas in dieser Richtung gesagt haben.

Bewusst konzentriert und ruhig bleiben !

Neuron
Neuron ist offline  
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Alt 24.12.2009, 09:27   #5
Newbie
 
Registriert seit: 18.12.2009
Beiträge: 2
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Standard AW: Hirnblutung

Danke für eure antworten.Meine mama ist jetzt wacher und das krankenhaus sucht jetzt eine rehaklinik.sie hat noch eine starke schwellung am hirn.
ich wünsche euch frohe weihnachten und besinnliche tag

Dankeschön
Mama08 ist offline  
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Alt 24.05.2010, 00:23   #6
Newbie
 
Registriert seit: 23.05.2010
Beiträge: 7
Aufenthaltsland:
Standard Hirnblutung

Hallo,

am 8.3. platzte bei meiner Muttsch ein Aneurysma im Kopf. Keiner hatte auch nur eine Ahnung, dass das vorhanden war. Sie wurde schnellst,öglich operiert (musste überführt werden) und die Blutung gestillt/verödet.
Aus dem Wachkoma fiel sie ins richtige Koma. Seit dem 23.03 ist sie in der Reha. Uns sagte man, dass diese auf 12 Wochen angesetzt sei. Sollten keine Fortschritte zu erkennen sein, würde die Krankenkasse sie dann beenden. Ist aber eine Verbesserung zu erkennen, dann könne man sie verlängern.
Inswischen kämpft sie sich ins Leben zurück. Sie kann die Gliedmaßen bewegen, wenn auch die linke Seite weniger gut, wie die rechte. Kämpft mit den Bausteinen um sie in die richtigen Löcher zu stecken mit einer Ausdauer, die kaum einer an den Tag legen würde. Wir haben festgestellt, wir (die Angehörigen) sind weitaus ungeduldiger als sie. Aber wir stellen auch die Verbesserungen fest.

Am 18.5. hatte mein Papa ein Gespräch mit der Sozialarbeiterin und zwei Tage später bekam er von dieser Frau die Nachricht, dass man Muttsch am 5.6. entlassen will. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen, denn sie kann noch nicht sprechen, hat einen Luftröhrenschnitt, eine PEG, kann noch nicht schlucken und hat natürlich auch noch einen Katheder.
Sie versteht und und macht sich durch Kopfschütteln (JA u. NEIN) verständlich.
Als wir am Freitag den Stationsarzt endlich sprechen konnten, teilte der uns mit, dass sie vom Kopf her immer klaren wird, aber die Motorik stagniert. Es gibt bei den Therapeuten ein Punktesystem und der sagt aus, seit vier Wochen keine Veränderung. Irgendwie verstehen wir das nicht ganz, denn in unseren Augen hat sich viel verändert, wenn wir uns auch im Klaren darüber sind, dass sie erst am Anfang ist.
Ich werde das Gefühl nicht los: Sie ist inzwischen 70. geworden, dass man sich bei den Patienten über 65 nicht all zu viel Mühe gibt.
Ihre Bettnachbarin ist schon seit Januar mit dem gleichen Problem in der Klinik und noch bescheiden schöner dran, denn die kann zwar inzwischen etwas sprechen, aber die ganze linke Seite nicht bewegen.

Dazu kommt die Tatsache, dass man meinen Vater irgendwie mit der ganzen Situation allein lässt. Ihm ist klar, dass sie aus ihrer schönen Wohnung ausziehen müssen. Aber wohin? Kann er Muttsch (mit 70 Jahren) pflegen? Wieviel Hilfe braucht er und steht ihm zu? Soll er sie in ein Heim geben? All diese Fragen quälen ihn und uns. Was wir als Kinder tun können, werden wir realiesieren, aber wir haben ja nichts gewonnen, wenn sie beide zusammen sind (hatten im Februar Goldene Hochzeit) und dann unser Vater zusammenbricht. Alle hatten ihn vertröstet, das wird schon wieder und er hat sich daran geklammert. Meine Bitte sich rechtzeitig um eine andere Wohnung zu kümmern ging da irgendwie unter.

Kein Mensch aus der Klinik hat ihm Informationen gegeben, wie geht es weiter. Was wird wenn sie am 5.6. entlassen wird? Wann wird sie den Tubus los? Wann die PEG? Braucht sie einen Betreuer/Vormund? Denn sie kann ja keine Entschheidung für sich treffen. Wie und wo findet er ein gutes Haus (Pflegeheim; betreutes Wohnen)?
Welche Erfahrungen habt Ihr? Könnt Ihr mir Tipps geben, an wen wir uns wenden können? Welche Hilfe steht und zu? Was müssen wir beantragen? Ist es richtig, wenn ich sage: "Papa, Du triffst in erster Linie die Entscheidung für DICH und für MUTTI! Keiner darf Dir da reinreden."? Wir fühlen uns ziemlich hilflos und inzwischen auch ausgebrannt, denn jeden Tag fährt mindestens einer zu ihr in die Klinik. Die einen fast 50 km und ich 70 km (eine Tour). Wir möchten alles mögliche für unsere Muttsch tun und sie bei ihrem Kampf unterstützen. Aber irgendwie wissen wir im Augenblick nicht wirklich weiter. Könnt Ihr mir helfen? Ich danke für jeden Hinweis schon mal herzlich im Voraus. Wünsche allen die dies lesen noch einen schönen Pfingstmontag und jedem das er gesund bleibt oder wird.

Viele Grüße

grauemaus
grauemaus ist offline  
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Alt 24.05.2010, 22:12   #7
Poweruser
 
Benutzerbild von Maniac
 
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Beiträge: 5.743
Ort: NRW
Aufenthaltsland:
Standard AW: Hirnblutung

Zitat:
Zitat von grauemaus Beitrag anzeigen
Am 18.5. hatte mein Papa ein Gespräch mit der Sozialarbeiterin und zwei Tage später bekam er von dieser Frau die Nachricht, dass man Muttsch am 5.6. entlassen will.
Termin bei dieser Frau machen! Fragen vorher aufschrieben und nach und nach alles durchegehen. Das ist ihr Job...
Maniac ist offline  
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Alt 24.05.2010, 23:38   #8
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Benutzerbild von Marty
 
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Beruf: Krankenschwester/ Diplompsychologin
Bereich: im roten Wachsaal
Standard AW: Hirnblutung

Hallo, graue maus,

nicht abspeisen und vertrösten lassen, solange Fragen stellen, bis es euch wirklich klar ist und Hilfe holen.
Aus der eigenen Familie: Meine Tante hatte eine Herzerkrankung und wurde, obwohl man es aus ihrer präoperativen, sehr schlechten Verfassung heraus schon hätte wissen müssen, trotzdem operiert (...super operiert, zitat herzchirurg) und hatte nach intensivbehandlung und multiorganversagen dann eine Trachealkanüle. Sie wurde meinem 70 jährigem Onkel, der in einem abgelegenen Dorf wohnte, nach Haus gelegt, die Gemeindeschwester des nächste Dorfes sollte immermal vorbeigucken.
Sie ist erstickt, am Tag nach dem Heimkommen, mein Onkel hat sich suizidiert.
Was ich sagen will, kämpft um eure Muttsch.
Ich wünsche euch viel Kraft.
Viele Grüße,
Marty
Marty ist offline  
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Alt 25.05.2010, 09:25   #9
Stammgast
 
Registriert seit: 16.07.2009
Beiträge: 217
Aufenthaltsland:
Beruf: Fachkrpfl. An/Int, Student
Bereich: NC-Int
Standard AW: Hirnblutung

Hallo.

Das mag jetzt unschön klingen: Such einen Vollpflegeplatz. Ich kenne viele solche Patientenschicksale. Bei einer 70-jährigen Patienten mit dieser Vorgeschichte ist eine weitgehende Erholung zwar nicht ausgeschlossen, aber ich habe es noch nie erlebt. Die allermeisten Angehörigen sind von der Pflege einer solchen Patienten heillos überfordert...und das liegt nie am mangelnden Willen.
Betreutes Wohnen wird so kaum möglich sein, da Deine Mutter ja tatsächlich völlig abhängig ist.

Wie von maniac schon gesagt: Die Sozialarbeiterin ist dafür zuständig, die Umstände und Formalitäten zu klären. Wenn das nicht funktioniert, informiert Euch via Net oder lasst zur Not ein Pflegegutachten erstellen. Auf keinen Fall würde ich mich darauf einlassen die Mutter nach Hause "mitzunehmen". Eurem Vater ist die Pflege definitiv nicht zumutbar!

Gruß,

DS
DerStudent ist offline  
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Alt 25.05.2010, 09:46   #10
Junior-Mitglied
 
Benutzerbild von Marty
 
Registriert seit: 10.01.2010
Beiträge: 89
Aufenthaltsland:
Beruf: Krankenschwester/ Diplompsychologin
Bereich: im roten Wachsaal
Standard AW: Hirnblutung

Da unterschreibe ich jedes Wort.
Marty ist offline  
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