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#1 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 11.06.2002
Beiträge: 20
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Hallo,
mich wuerde interessieren, wie das in anderen Häusern mit Chemos gehandhabt wird. Wer darf sie anhängen. Bei uns herrscht absoluter Ärztemangel und ein Patient kriegt seine Chemo über Infusomat über einen Port. D. h., es muß halt immer etwas laufen. Und unsere Ärzte erwarten von uns, daß wir die Chemo umhängen, wenn die erste Flasche leer ist und kein Arzt in der Nähe! Wäre an Eurer Meinung echt interessiert! LG Willi |
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#2 |
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Senior-Mitglied
![]() Registriert seit: 17.05.2002
Beiträge: 113
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Bei uns ist Chemo anhängen Arztsache, oder es macht Pflegepersonal mit Onkofachweiterbildung. Ich glaube das ist auch der rechtliche Stand. Die Ärzte müssen sich halt so einteilen, daß jemand da ist, wenn etwas umgehängt werden muss, das ist durch die Protokolle ja recht gut möglich.
Wenn das nicht klappt, würde ich mich weigern eine Chemo anzuhängen, denn dazu bin ich nicht ausgebildet.
__________________
- "Was interessiert Sie denn?" - "Alles, denn weniger als Alles wäre Verrat am Intellekt." |
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#3 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 17.08.2002
Beiträge: 9
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bei uns ist es so geregelt das die allererste Chemo vom Arzt angehängt wird und alle weiteren vom Pflegepersonal. Rechtlich ist das auch zulässig und auch für unser Haus vereinbart. Soweit ich weiß wird das in anderen Klinikiken auch schon so gemacht (teilweise unter bestimmten Vorraussetzungen). positiv ist zu bemerken das es dadurch wesentlich besser klappt als vorher.
Gruß Cora
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#4 |
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Administration
![]() Registriert seit: 11.02.2002
Beiträge: 6.373
Ort: Grossraum Hannover
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger
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Hallo zusammen,
ich empfehle dringend das Studium nachstehender Zytostatika-Broschüren: http://www.stmgev.bayern.de/blickpun...ytostatika.htm http://www.bgw-online.de/downloads/2...620_200008.pdf Außerdem müsste es in jedem Krankenhaus, welches Zytostase macht, eine entsprechende Dienstanweisung geben! Bitte Nachfragen!
__________________
Liebe Grüße von Flexi |
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#5 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 22.07.2002
Beiträge: 857
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Guten Morgen an Alle,
bei uns hängen prinzipiell die Ärzte die Chemos an, noch nicht mal PJ-ler dürfen da ran. Egal, ob da Ärztemangel ist oder nicht, der Arzt hängt an und wir überwachen den Pat. während und nach der Chemo. Manche Pat. bekommen die Chemo über Port, manche über Viggo, manche mit Infusomat oder Injektomat, manche ohne Maschinen, sondern nur frei laufend, je nach Substanz der Chemo. Hatten mit der Regelung, wer anhängt und warum nie Probleme und unsere Ärzte wissen, dass wir da nicht ran gehen. Ein super Wochenende wünscht Carmen
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Je mehr wir Menschen in der Lage sind, die Natur durch Technik zu verändern, zu kontrollieren, desto geringer ist unsere Bereitschaft, den Tod anzuerkennen. Spruch eines Dozenten |
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#6 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 25.03.2005
Beiträge: 20
Ort: Hannover
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger
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auch wenns ein alter Thread ist: bei uns war es so, das wir als Pflegepersonal zuerst die Vorwässerung bzw. Antiemetika angestellt haben und dann, wenn die Chemo dran war, der Arzt informiert wurde, was Werktag-vormittags meistens auch kein Problem war, wenn die Stationsärzte Dienst hatten. Manchmal kam es aber auch vor, das am Wochenende, Nachmittags oder noch besser Nachts der Diensthabende kam, der keinen Plan vom Chemoplan hatte, so daß wir die Chemo selber unter "Aufsicht" anstellten (auch wenn der Doc keine Ahung hatte, ob es so richtig war). Manchmal kam es auch vor, das ich Nachts selber Therapien angestellt habe, wenn der Arzt keine Zeit hatte oder diesbezüglich unfähig war und es sehr auf die Zeiten ankam. Dann aber auch nur per Infusionsgerät. Das Letzteres rechtlich nicht in Ordnung war, weiß ich selbst, aber das geschah dann auch nur mit Rücksprache mit dem Diensthabenden.
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Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.Mark Twain (30.11.1835 - 21.04.1910) |
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#7 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 2
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger
Bereich: Chirurgie
Funktion: Stationsleitung
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Hallo,
ich arbeite seit einem halben Jahr auf einer Allg chir. und Belegärztlichen Station als Leitung. Ca. einmal im halben Jahr kommt es vor, dass ein Patient zur Chemotherapie auf Station kommt. Dies war anfang dieser Woche der Fall. Erschrocken musste ich hören, dass eine Kollegin die Erstgabe Chemotherapie verabreichte. Dies habe ich unterbunden. Aus meiner Sicht sollte grundsätzlich auf einer Station, auf der so unregelmäßig Chemotherapie verabreicht und keine Erfahrungswerte bestehen, diese nicht durch Pflegepersonal übernommen werden. Zu meinem Entsetzen habe ich heute gehört, dass meine Entscheidung in die Geschäftsführungsetage kontrovers diskutiert wird. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. Vorerst kann jeder, der es sich zutraut, weiter Chemo verabreichen. Natürlich verstehe ich auch den Arzt. Es lief ja lange Jahre anders. Ich würde gerne wissen, wie es in anderen Häusern gehandhabt wird. MfG Ein Norddeutscher |
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#8 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo,
von rechtlicher Seite ist das eine zweischneidige Frage. Wenn die Chemo im Bolus gegeben wird, darf sie nicht vom Pflegepersonal gegeben werden, wenn es sich um Infusionen handelt, darf das Pflegepersonal diese anhängen. Natürlich seit ihr Verpflichtet ein Zytostatiker Notfallset bereit zu halten (falls mal etwas para läuft). Wenn eine Pflegeperson auch noch den Zugang legt und es kommt zu Gewebsnekrosen oder Ähnlichen, kann diese Person gleich ihren Beruf an den Nagel hängen. Bei uns im Haus auf der Urologie werden regelmäßig Chemo´s gemacht und wir verfahren auch nach dem Prinzip Bolus durch Ärzte - Infusionen durch Pflegepersonal. Wenn es sich um Infusionen handelt kannst du nur mit dem CA reden ob das seine Assi´s übernehmen, sonst solltet ihr es machen. Ich würde aber dann auf Fortbildung und Einhaltung aller rechtlichen Gegebenheiten bestehen, dann hat das Haus meist Mehrkosten, und die Verwaltung einigt sich darauf das das die Ärzte machen. Die bestehen nicht so auf ihre Rechte bei so etwas. Klappt bei uns jedenfalls immer. Harry |
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#9 |
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Board-Moderation
![]() Registriert seit: 27.07.2005
Beiträge: 9.067
Ort: München
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester I&I, Praxisanleiterin DKG, Rettungsassistentin, Diätassistentin
Bereich: Intensiv und Infektiologie
Funktion: SL
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Hallo Norddeutscher,
für das Anhängen der Chemo sind unsere Ärzte zuständig, egal ob Erstgabe oder was auch immer, abhängen machen wir. Dieses läuft auch auf Intensiv so. Schönen Abend Narde
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Unglückliche Menschen sind glücklicher frei nach P. Watzlawick - Die Anleitung zum Unglücklichsein |
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#10 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 91
Ort: Köhn Schleswig Holst
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester
Bereich: Innere
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In "Die Schwester , der Pfleger " 11/07 war gerade ein interessanter Bericht hierzu. Ist in meinen Augen ein interssanter Ansatz .
Da der Link auf Bíbliomed leider nicht für alle möglich ist , hab ich`s mal in den Anhang gestellt. Flocky Edit flexi: Leider handelt es sich um einen passwortgeschützten Artikel, wer ihn lesen will, muss das schon im Heft tun: "Die Schwester , der Pfleger " 11/07 Seite 978 Ich habe den Anhang daher gelöscht, siehe auch © des Verlages! Geändert von flexi (28.11.2007 um 20:29 Uhr) Grund: EDit |
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| Stichworte |
| Chemotherapie, Zytostase durch Pflegepersonal |
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