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    Thema: Erste Hilfe bei...

    1. #1
      Poweruser Avatar von Rabenzahn
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      Standard Erste Hilfe bei...

      Kollaps – akute Hypotonie – vasovagale Synkope

      Definition:
      Anfallsartige, kurzdauernde Bewusstlosigkeit, infolge einer Minderdurchblutung des Gehirns.
      Der arterielle Druck sinkt auf Werte unter 100 mmHg systolisch ab.

      Ursachen:
      - Blutverteilungsstörungen
      - Weitstellung der Gefäße durch Vagusstimulation
      - Aufenthalt in Hitze und Schwüle
      - Schmerzen
      - Schreck
      - Kreislaufinsuffizienz

      Symptome:
      - Übelkeit, Erbrechen
      - Schwindel
      - Blässe
      - Schweißbedeckte Haut
      - Schwarzwerden vor den Augen
      - Ohrengeräusche
      - Plötzliches Umfallen
      - Eventuell Bewusstseinseintrübung
      - Bewusstlosigkeit
      - Bradykardie < 60 Schläge pro Minute ( vasovagale Synkope )
      - Tachykardie > 100 Schläge pro Minute ( Kollaps )
      - RR < 80 mmHg bei Hypotonie

      Maßnahmen:
      - Beruhigung des Patienten
      - Schocklagerung ( Beine erhöht )
      - Stabile Seitenlagerung bei Bewusstlosen ( mit Kopftieflagerung )
      - Pulskontrolle
      - Atemkontrolle
      - Bewusstseinskontrolle
      - Beengende Kleidung öffnen
      - Rettungsdienst informieren bei länger bestehenden Beschwerden, wenn ausserklinisch auftritt.

      Der Zustand des Patienten bessert sich oftmals unter entsprechender Lagerung .


      Innerhalb der Klinik gilt der jeweilige Standard zur Behebung von Notfallsituation.
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

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    3. #2
      Poweruser Avatar von Rabenzahn
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      Standard

      Herzrhythmusstörungen

      Definition:
      Störungen der Herzschlagfolge als Ausdruck einer Irritation oder manifesten Schädigung im Bereich des Herzreizleitungssystems des Herzen. Die Einteilung erfolgt in bradykarde oder tachykarde Herzrhythmusstörungen.

      Ursachen:
      - Koronarinsuffizienz
      - Intoxikationen
      - Hyperkinetisches Herzsyndrom ( belastungsunabhängige Herzschmerzen )
      - Erhöhter Hirndruck
      - Elektrolytverschiebungen
      - Hypertonie
      - Infektionen
      - Stromunfälle

      Symptome:
      - Übelkeit, Erbrechen
      - Blässe
      - Schweißbedeckte Haut
      - Angst
      - Unruhe
      - Schwindel
      - Ohrgeräusche
      - Herzstolpern
      - Pulsationen
      - Herzrasen
      - Bradykardie
      - Tachykardie
      - Event. Hypotonie
      - Schwarzwerden vor den Augen
      - Plötzliches Umfallen
      - Event. Bewusstseinseintrübung
      - Event. Bewusstlosigkeit


      Maßnahmen:
      - wache Patienten beruhigen
      - Pulskontrolle
      - Atemkontrolle
      - Bewusstsein kontrollieren
      - Flachlagerung wenn Blutdruck niedrig
      - Event. Beine hochlagern
      - Mobilität des Patienten verhindern
      - Bei Luftnot oder hohen Blutdruck Oberkörper hochlagern
      - Beengende Kleidungsstücke öffnen
      - Stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit
      - Rettungsdienst informieren, wenn ausserklinisch auftritt
      - Ggf. Notarzt anfordern, wenn ausserklinisch auftritt

      Innerhalb der Klinik gilt der jeweilige Standard zur Behebung von Notfallsituation.
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    4. #3
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      Standard

      Schock

      Definition:

      Globales und komplexes Kreislaufversagen, das infolge eines Missverhältnisses zwischen dem Herzzeitvolumen und dem aktuellen Durchströmungsbedarf der Organe auftritt.

      Ursachen:
      Hypovolämischer Schock = Volumenverluste durch:
      - Blutungen
      - Flüssigkeitsverluste ( Durchfall, Verbrennungen, Erbrechen )


      Kardiovaskulärer Schock = Pumpversagen des Herzen durch:
      - Herzinfarkt
      - Herzrhythmusstörungen
      - Herzbeuteltamponade
      - Lungenembolie

      Septischer-toxischer Schock = peripheres Gefäßversagen durch:
      - Infektionen
      - Endotoxinen ( wärmeempfindliches bei Zellzerfall freiwerdendes Gift )
      - Ektotoxinen ( von Bakterien gebildetes Gift )
      - Sonstige Toxine

      Anaphylaktischer Schock = starke Antigen-Antikörper-Reaktion durch:
      - Medikamente
      - Kontrastmittel
      - Fremdeiweiße
      - Lokalanästhetika
      - Latex

      Neurogener Schock = funktionelle oder organische Schädigung des ZNS durch:
      - Schädel – Hirn – Trauma
      - Anoxien ( Sauerstoffmangel )
      - Starke Schmerzen


      Symptome:
      - Übelkeit ,Erbrechen, Schwindel
      - Blässe, Schweißbedeckte Haut
      - Angst, Unruhe, Verwirrtheit
      - Bewusstseinstrübung, Bewusstlosigkeit
      - fadenförmiger Puls, Tachykardie
      - Hypotonie, Verringerte Blutamplitude
      - Periphere Zyanose, Tachypnoe
      - Verlangsamte Füllung der Nagelbettprobe
      - Verminderte Venenfüllung, verminderte urinausscheidung

      Maßnahmen:
      - Vorgehen nach Schockform
      - Mobilität des Patienten verhindern, event. Blutungen stoppen
      - Flach – oder Schocklagerung, bei kardiogenen Schock Oberkörper hochlagern
      - Patienten beruhigen , enge Kleidung öffnen, event. Luft zufächeln
      - Stabile Seitenlage bei Bewusstlosen ( Kopftieflage )
      - Schnellstmöglich Rettungsdienst und Notarzt anfordern !!!,wenn ausserklinisch auftritt.

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      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    5. #4
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      Standard

      Angina pectoris Anfall

      Definition:
      Stenokardie, meist anfallsweise auftretendes Ischämiesyndrom des Herzens. Es kommt zu einem vorübergehenden Sauerstoffmangel ohne Gewebeschädigung.

      Ursachen:
      - Arteriosklerose
      - Stenose der Herzkranzgefäße
      - Körperlich und seelische Belastung

      Symptome:
      - Angst
      - Übelkeit
      - Erbrechen
      - Engegefühl in der Brust
      - Heftige Herzschmerzen – stiche im Bereich des Brustbeins, der Herzgegend, Ausstrahlung in den linken Arm
      - Tachykardie oder Bradykardie
      - Hypertonie oder Hypotonie
      - Anfallsdauer 10 – 20 Minuten
      - Patienten geben meistens an, häufiger solche Anfälle zu erleben

      Maßnahmen:
      - Mobilität des Patienten verhindern
      - Oberkörper hochlagern
      - Beengende Kleidung öffnen
      - Beruhigen
      - Frischluftzufuhr
      - Einnahme der Nitropräparate ermöglichen ( Spray oder Kapsel ) , wenn der Patient Medikamente hat
      - Rettungswagen und Notarzt informieren, wenn ausserklinisch auftritt.

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      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    6. #5
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      Standard

      Herzinfarkt

      Definition:
      Durch Koronarinsuffizienz bedingte Mangelversorgungsgebiete des Myokards, mit mehr oder weniger ausgedehntem Gewebeuntergang eines ganzen Wandabschnittes oder nur begrenzter Wandbereiche.

      Ursachen:
      - thrombotische Koronarsklerose
      - Embolie
      - Entzündung ( Arteriitis )

      Symptome:
      - heftig stechende Schmerzen mit Ausstrahlung in den Arm, Hals, Rücken und/oder Bauch
      - Engegefühl in der Brust
      - Übelkeit
      - Erbrechen
      - Angst
      - Unruhe
      - Event. Bewusstseinstrübung
      - Event. Bewußtlosisgkeit
      - Blasse, kaltschweißige Haut
      - Event. Zyanose
      - Dyspnoe
      - Orthopnoe
      - Tachykardie
      - Event. Arrhythmie
      - Hypertonie oder
      - Hypotonie

      Maßnahmen:
      - Mobilität des Patienten verhindern
      - Oberkörper hochlagern
      - Beengende Kleidung öffnen
      - Beruhigen
      - Frischluftzufuhr
      - Einnahme der Nitropräparate ermöglichen ( Spray oder Kapsel ), wenn RR über 100 mmHg systolisch
      - Rettungswagen und Notarzt informieren, wenn ausserklinisch auftritt
      - Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage
      - Mit Reanimation rechnen !!!!!

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    7. #6
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      Standard

      Hypertensive Krise

      Definition:
      Anfallsweise, plötzlich auftretende erhebliche Steigerung des arteriellen Druckes auf Werte über 250/140 mmHg ( systolisch / diastolisch ) mit bedrohlichen Folgezuständen an Herz und Gehirn.

      Ursachen:
      - bestehende Hypertonie
      - akute und chronische Nierenerkrankung
      - Schwangerschaftstoxikose
      - Vergiftungen
      - Arteriosklerose
      - Hirntumore
      - Phäochromozytom
      - Hyperparathyreoidismus

      Symptome:
      - starke Kopfschmerzen
      - Sehstörungen
      - Übelkeit
      - Erbrechen
      - Schwindel
      - Ohrgeräusche
      - Angstgefühl
      - Parästhesien
      - Event. Bewusstseinstrübung
      - Event. Bewusstlosigkeit
      - Event. Krämpfe
      - Event. Lungenödem
      - Dyspnoe
      - Orthopnoe
      - Angina pectoris
      - Event. Herzinfarktsymptomatik
      - Event. Bild des Apoplex

      Maßnahmen:
      - Patienten beruhigen
      - Oberkörper hochlagern
      - Event. Einnahme von Nitropräparaten ermöglichen
      - Enge Kleidung öffnen
      - Event. mit Reanimation rechnen
      - Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage
      - Atemwege freihalten
      - Sofort Rettungsdienst und Notarzt informieren, wenn ausserklinisch auftritt


      Risiko der Hirnblutung, akuten Herzversagen, kardialen Lungenödem oder Herzinfarkt !

      Innerhalb der Klinik gilt der jeweilige Standard zur Behebung von Notfallsituation.
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    8. #7
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      Standard

      Anatomie des Herzens

      Das Herz ( Cor ) ist ein muskuläres Hohlorgan mit vier Binnenräumen, den beiden Vorhöfen und den beiden Kammern. Es bewirkt durch seine Pumparbeit die Blutströmung im Gefäßsystem. Klappen regeln die Flussrichtung des Blutes. Die Muskulatur der Herzwand wird durch die Herzkranzgefäße versorgt.

      Lage
      Das Herz liegt in der Brusthöhle im Mittelfellraum ( Mediastinum ) und wird von einer serösen Haut, dem Herzbeutel ( Perikard ) überzogen. Oben an der Herzbasis ist des Perikard mit den großen Gefäßen, unten an der Herzspitze mit dem Zwerchfell verwachsen. Im Perikard befindet sich eine seröse Flüssigkeit, die die Gleitbewegungen in der Systole ( Zusammenziehen ) und Diastole ( Erschlaffung ) erleichert.

      Aufbau
      Das Herz ist in 4 Höhlen aufgeteilt. Zwei Vorhöfe ( Atrien ) und zwei Kammern ( Ventrikel ) . Die Vorderwand des Herzens wird vor allem vom rechten Vorhof und rechter Kammer, die Hinterwand vom linken Vorhof und der linken Kammer gebildet. Der linke Herzrand und die Herzspitze ( Apex ) werden der linken Herzkammer zugeordnet.

      Herzwand
      Die Herzwand besteht aus drei Schichten. Von Innen nach Außen :
      - Innenhaut = Endokard
      - Muskelschicht = Myokard
      - Außenhaut = Epikard

      Myokard und Epikard werden durch die Herzkranzgefäße ( Koronargefäße ) versorgt.

      Endokard kleidet die Innenräume aus und bildet die Herzklappen.

      Herzklappen
      Die Richtung des Blutstromes wird durch jeweils zwei Klappen in der rechen und linken Herzhälfte geregelt, die eine Ventilfunktion haben.
      Segelklappen befinden sich zwischen den jeweiligen Vorhöfen und den entsprechenden Kammern. Sie verhindern ein Rückstrom des Blutes von den Herzkammern in die Vorhöfe. Über zahlreiche Sehnenfäden sind sie an konisch geformten Muskeln ( Papillarmuskeln ) befestigt.
      Zwischen dem rechen Vorhof und der rechten Kammer befindet ist eine dreizipflige Klappe, die Valva trikuspidalis ( Trikuspidalklappe ) . Zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer liegt die zweizipflige Klappe, Valva mitralis ( Mitralklappe ) .

      Taschenklappen ( Semilunarklappen ) liegen am Übergang von der rechten Herzkammer in die Lungenschlagader ( Pulmonalklappe ) und der linken Kammer zur Hauptschlagader ( Aortenklappe )

      Alle 4 Klappen des Herzens liegen auf einer Ebene und deshalb spricht man auch von einer Ventilebene.

      Unter http://www.anint.de , Bereich operativ, kann eine Herzklappen-Operation im Internet gesehen werden.

      Gefäße
      Außen wird diese Ventilebene durch eine Furche markiert in der die Herzkranzgefäße verlaufen. Sie entspringen oberhalb der Aortenklappe aus der Aorta und versorgen die Muskulatur der Herzwand
      Von der Herzbasis verlaufen die großen Gefäße, die obere Hohlvene ( Vena cava superior ), die Aorta und die Lungenarterie durch das Mediastinum zwischen den Lungenflügeln. Dabei kreuzen sich die aus der rechten Kammer austretenden Lungenarterie und die aus der Linken Kammer austretende Aorta. Beide sind ungefähr daumendick und haben kräftige Wände. Die Lungenarterie bildet zwei Äste, die zur rechten und linken Lunge ziehen. Von der Lungenpforte ( Hilus ) beider Lungenflügel verlaufen je zwei große Lungenvenen zum Herzen und treten in den hinten gelegenen linken Vorhof ein .

      Arterien sind praktisch Verteilergefäße, weil sie das Blut an die einzelnen Organe verteilen, Kapillare sind die Austauschgefäße und Venen Sammelgefäße .

      In herzfernen Regionen verlaufen die Arterien und Venen in einer Bindegewebsscheide. Durch den Druck der Arterien werden die Venen ausgepresst. Da Venenklappen einen Rückstrom verhindern, fließt das Blut dabei ausschließlich herzwärts.

      Wandaufbau der Gefäße
      Wie die Herzwand, bestehen die Gefäße auch aus 3 Schichten.
      - Innere Schicht ( Intima ) aus einschichtigen Lagen von Endothelzellen mit Bindegewebsfasern
      - Mittlere Schicht ( Media ) aus glatten Muskelfasern mit Bindegewebselementen
      - Äußere Schicht ( Adventitia ) aus Bindegewebe

      Die Funktion der verschiedenen Abschnitte des Gefäßsystems sind sehr unterschiedlich. Der Aufbau der Gefäßwand ist der Funktion angepasst. Die Aorta und die großen abgehenden Gefäße haben durch eine elastische Membran in der Media eine hohe Elastizität.
      Die herzfernen Arterienzweige haben überwiegend spiralig angelegt glatte Muskelfasern. Muskulärer Typ.
      Arteriolen haben eine einzig Lage ringförmiger Muskelfasern.
      Venen sind ähnlich aufgebaut jedoch etwas lockerer.
      Die Dichtigkeit der Gefäßwände wird durch die Blutgerinnung gewährleistet.


      Nervenversorgung des Herzens
      - Parasympathikus Nervus vagus
      - Nervus sympathikus


      Funktion des Herzens
      Damit das Herz Blut in den Körper pumpen kann, zieht sich die quergestreifte Herzmuskulatur im rhythmischen Wechsel zusammen und erschlafft. Dazu müssen die Tätigkeiten der verschiedenen Herzteile aufeinander abgestimmt sein . Das geschieht durch elektrische Aktivität, die im Sinusknoten entsteht und über ein Erregungsleitungssystem verteilt wird. Diese elektrischen Vorgänge sind im EKG zu erkennen.
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    9. #8
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      Standard

      Akuter peripherer Gefäßverschluss ( arteriell )

      Definition :

      Unterbrechung des arteriellen Blutstromes durch Verlegung des Gefäßlumens in der Peripherie.

      Ursachen :

      · Arterieosklerose
      · Embolie
      · Thrombose
      · Stenosierende Wandveränderungen
      · Kompression von außen



      Symptome :
      · Plötzlich auftretende Schmerzen
      · Sensibilitätsstörungen
      · Eventuelle Lähmungserscheinungen
      · Blässe und Kälte der betroffenen Extremität
      · Fehlen der peripheren Pulses
      · Tachykardie
      · Besserung der Symptomatik bei Tieflagerung der betroffenen Extremität


      Therapie :

      · Beruhigung des Patienten
      · Vitalzeichenkontrolle
      · Tieflagerung der betreffenden Extremität
      · Oberkörperhochlagerung
      · Druckstellen an der betroffenen Extremität vermeiden ( Hautschädigung )
      · Rettungsdienst alarmieren, wenn ausserklinisch auftritt
      · Eventuell Notarzt anfordern, wenn ausserklinisch auftritt

      Innerhalb der Klinik die Richtlinien zur Behandlung von Notfällen einhalten
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    10. #9
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      Standard

      Akuter peripherer Gefäßverschluss ( venös )


      Definition:

      Unterbrechung des venösen Blutstromes durch Verlegung des Gefäßlumens in der Peripherie.


      Ursachen :

      · Veränderung der Blutgerinnung
      · Verlangsamung der Blutströmung
      · Thrombose
      · Stenosierende Wandveränderung
      · Kompression von außen
      · Thrombiphlebitis ( Venenentzündung )


      Symptome :

      · Plötzlich auftretende Schmerzen
      · Hitze – und Spannungsgefühl
      · Rötung – und Wärme der betroffenen Extremität
      · Eventuell periphere Zyanose ( Blaufärbung )
      · Pralle Venenfüllung
      · Fußsohlendruckschmerz
      · Tachykardie
      · Besserung der Symptomatik bei Hochlagerung der betroffenen Extremität


      Therapie :

      · Beruhigung des Patienten
      · Vitalzeichenkontrolle
      · Vorsichtige und mäßige Hochlagerung der betroffenen Extremität
      · Oberkörperhochlagerung
      · Druckstellen vermeiden
      · Rettungsdienst informieren !, wenn ausserklinisch auftritt
      · Eventuell Notarzt anfordern !!, wenn ausserklinisch auftritt

      Innerhalb der Klinik die Richtlinien zur Behandlung von Notfällen einhalten
      Liebe Grüße Hyronimus von Rabenzahn

    11. #10
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      Standard

      Gefäßverletzungen ( Arterien , Venen )


      Definition :

      Zerstörung der Gefäßwandstruktur,, die häufig im Zusammenhang mit anderen Mehrfachverletzungen auftritt.


      Ursachen :

      Direkte Verletzungen

      · Scharfes Trauma ( Schnitt, Stich , Schuss )
      · Stumpfes Trauma ( Stoss, Kompression )


      Indirekte Verletzungen

      · Überdehnung des Gefäßes ( z.B. Schleudertrauma )



      Symptome :

      · Sichtbare spritzende Blutung ( Arterienverletzung )
      · Sichtbare massive Blutung ( Venenverletzung )
      · Rasch zunehmende Hämatombildung
      · Ischämiezeichen
      · Fehlender peripherer Puls
      · Zunahme des Extremitätenumfangs
      · Schocksymptomatik ohne erkennbaren anderen Grund


      Therapie :


      · Vitalzeichenkontrolle
      · Blutung stillen z.B. betroffene Extremität hochlagern
      · Sterile Wundabdeckung ohne Klebefolie
      · Gefäß abdrücken bis Druckverband angelegt ist
      · Beengende Kleidungsstücke öffnen
      · Atemwege freimachen ( Zahnprothese entfernen )
      · Oberkörper flach lagern ( eventuell Schocklagerung )
      · Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage
      · Rettungsdienst und Notarzt sofort anfordern !!!, wenn ausserklinisch auftritt

      Eigenschutz beachten !

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