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Alt 16.12.2009, 12:48   #1
Newbie
 
Registriert seit: 06.07.2006
Beiträge: 6
Aufenthaltsland:
Beruf: Krankenschwester, BA Pflegewissenschaft
Standard Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen

Hallo,

gibt es hier Forenmitglieder, die als Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen arbeiten?

Wie seid ihr an den Job gekommen? Was genau sind eure Aufgaben? Vielleicht könnt ihr ein Bißchen was erzählen.

Ich bin Krankenschwester und habe Pflegewissenschaft studiert und etwa fünf Jahre Erfahrung in der Pflege (allerdings meist nur Teilzeit). Passt das Profil so in etwa auf die Position?

Wäre über Antworten sehr, sehr dankbar

Hoffnungsvolle Grüße
Frau Antje
Frau Antje ist offline  
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Alt 24.01.2010, 14:29   #2
Junior-Mitglied
 
Registriert seit: 28.07.2007
Beiträge: 97
Ort: NRW
Aufenthaltsland:
Beruf: Kinderkrankenschwester
Bereich: Uniklinik
Standard AW: Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen

Ja das wüßte ich auch gern. Ich bin Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung für schwerstkranke und beatmete Kinder und Jugendliche.
Ich arbeite zur zeit in einem ambulanten Pflegedienst wo ich aber dringend weg möchte.
Würde auch gern bei einer Krankenkasse anfangen. Hab aber auch kein Ahnung wie man da ran kommt....

LG
Kikraintensiv ist offline  
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Alt 24.01.2010, 15:02   #3
Gesperrt
 
Registriert seit: 28.09.2009
Beiträge: 204
Aufenthaltsland:
Standard AW: Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen

Hi Ihr Beiden !! Nun,ich kann nur für Berlin und Brandenburg sprechen,aber ich hab mich vor Jahren mal bei beiden MDK's beworben und prompt ne Absage mit der Begründung "überqualifiziert" erhalten. Dabei hab ich bloß die FWB
A / I .
jok5030 ist offline  
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Alt 24.01.2010, 15:12   #4
Stammgast
 
Benutzerbild von Hypertone_Krise
 
Registriert seit: 11.03.2009
Beiträge: 291
Aufenthaltsland:
Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin Palliative Care
Standard AW: Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen

Ich hatte vor 2 Jahren aufgrund einer Stellenanzeige in der Zeitung ein Vorstellungsgespräch bei der AOK in Wuppertal. Es ging dabei in erster Linie um Beratungen und Begutachtungen bei den Klassifizierungen der Pflegestufen, um das Überprüfen von bereits bestehenden Behandlungspflegen- soll heißen: Die Pflegefachkraft besucht die Patienten zu Hause, um festzustellen, ob sich Fr. X die Stützstrümpfe nicht selbst anziehen, und ob nicht Hr. Y anstelle des PD seiner Ehefrau die Medikamente geben kann. Ich fand die Vorstellung, bei den armen Leutchen den Rotstift anzusetzen nicht wirklich prickelnd, erfuhr aber von meinem potentiellen AG, dass es im Grunde genommen genau darum gehen sollte. Während des Vorstellungsgespräches musste ich mich sogar im Rahmen eines Rollenspiels diesbezüglich positionieren.
Es wurden flexible Arbeitszeiten angeboten, bzw. erwartet. Zum Beispiel war es üblich, dass Patienten erst in den Abendstunden oder am WE besucht werden, weil dann auch die Berufstätigen Angehörigen vor Ort sind.
Also: Mit Krankenpflege hat dieser Job gar nichts mehr zu tun. Und die, an denen die Bedürftigkeit und Not der Patienten abperlt sind dafür eher geeignet als Kollegen mit einem mehr oder minder ausgeprägten Helfersyndrom.
__________________
Nimm dir Zeit, freundlich zu sein-
es ist der Weg zum Glück.

AUSZUG AUS EINEM IRISCHEN GEBET
Hypertone_Krise ist offline  
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Alt 24.01.2010, 15:16   #5
Junior-Mitglied
 
Registriert seit: 11.09.2006
Beiträge: 55
Ort: Hannover
Aufenthaltsland:
Beruf: Krankenschwester
Bereich: z. Zt. arbeitslos und auf der Suche nach einer Perspektive
Funktion: PA
Standard AW: Pflegefachkräfte bei den Krankenkassen

Ich habe jetzt gerade frisch vor 2 Tagen mein 2 wöchiges Praktikum bei einer großen Krankenkasse speziell Pflegekasse gemacht.

Hatte dort auch initiativ im Oktober letzten Jahres eine Bewerbung hingeschickt, sowie noch zu drei weiteren Kassen.

Ich habe jetzt während meines Praktikums dort einen ganz guten Einblick bekommen. Pflegefachkräfte können dort z. B. im Bereich der Pflegeberatung arbeiten, welche seit Januar 2009 gesetzliche Leistung jeder Kasse ist, also sprich jedes Mitglied einer Kasse hat Anspruch auf individuelle Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.
Ich habe dort eine Krankenschwester kennengelernt die jetzt die o.g. Pflegeberatung mitdurchführt, die hat vorher in der Abteilung der häuslichen Krankenpflege( HKP) gearbeitet, also hat Pflegekurse gemacht, Leistungsanträge bearbeitet , ambulante Pflegedienste beraten und geschult etc.
Ein weiterer Bereich ist die Reha- Abteilung,also Bearbeitung von Reha- Anträgen der Mitglieder.

Was ich allerdings auch festgestellt habe, ist die Tatsache, dass es in der heutigen Zeit nicht so einfach ist, bei Krankenkassen als Quereinsteiger zu starten. Ich habe eine Krankenschwester, eine Arzthelferin und eine Zahnarzthelferin dort kennengelernt, allerdings sind die alle vor mehr als 10 Jahren dort eingestiegen und wurden dementsprechend geschult.

In der heutigen zeit wird aber schon mehr abverlangt, mit der "normalen" Ausbildung zur KS und ein paar Jahren Berufserfahrung ist eigentlich ein Einstieg dort sehr schwer

Dieses bestätigte mir eine Stellenanzeige von gestern in der Regionalzeitung, die AOK suchte dort für den Standort Walsrode eine Pflegfachkraft (erst vor zwei Wochen bekam ich eine Absage von denen,wo ich mich im letzten Herbst initiativ beworben hatte)

Der Bewerber soll folgendes mitbringen:
-Abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Kranken-oder Altenpflege
- mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in dem erlernten Beruf
-umfassende Kenntnisse im Pflegeversicherungsrecht und Grundkenntnisse im Krankenversicherungsrecht
-wünschenswert: Abschluss im Wundmanagement nach ICW und oder Case- Management Kenntnisse
-Kenntnisse in MS Office


Daran habe ich gesehen, dass ich mich auf so eine Stelle gar nicht bewerben brauch da ich die letzten drei Anforderungen nicht erfülle.

Da mir auch alle Krankenkassen bis auf die eine, bei der ich jetzt Praktikum gemacht habe, eine Absage auf meine Initiatvbewerbungen geschickt hatten, bin ich, was den Quereinstieg bei einer Krankenkasse betrifft, ziemlich ernüchtert.

Also ohne Weiterbildung geht offensichtlich nichts, es sei denn man hat ganz viel Glück.

Deshalb mache ich jetzt im Frühjahr die Weiterbildung zum Fachwirt für Soziales und gesundheit um damit meine Einstiegschancen in dem Bereich zu erhöhen!

Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag hier ein bisschen helfen konnte!?
Nightnurse1980 ist offline  
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