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Alt 18.07.2008, 20:23   #1
Newbie
 
Registriert seit: 18.07.2008
Beiträge: 16
Aufenthaltsland:
Standard Weiterbildung Onkologie - Haus zahlt nicht

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen :-)

Ich arbeite seit einem halben Jahr auf einer Onkologischen Station.
Nun würde ich mich sehr für eine onkologische Weiterbildung interessieren.
Da in unserem Klinikum aber schon drei andere Schwestern diese Weiterbildung machen besteht kein Bedarf für mich laut PDL.

Nun überlege ich selbst die Kosten für die Weiterbildung zu tragen. Nur, muss mich der Arbeitgeber für die Stunden die ich in anderen Fachabteilungen benötige freistellen, oder kann er mir tatsächlich diese Chance auf Wissen verbieten?
Und würde ich nach diesen Stunden und der Weiterbildung wieder auf meiner Station eingesetzt werden?

Dazu kommt noch, dass ich über eine Zeitarbeitsfirma eingestellt wurde, weiß nicht ob dass eine Rolle dabei spielt??

Hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen, da ich mich wirklich sehr dafür interessieren würde. Für mich ist es einfach wichtig auch vieles theoretisches über dieses Fachgebiet zu lernen. ist das so verwerflich..
rosenkind ist offline  
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Alt 19.07.2008, 03:55   #2
Poweruser
 
Registriert seit: 04.09.2004
Beiträge: 2.450
Aufenthaltsland:
Beruf: Krankenschwester, Fachweiterbildung Palliative Care
Bereich: Palliativpflege
Funktion: stellv. Stationsleitung, Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing
Standard AW: Weiterbildung Onkologie - Haus zahlt nicht

Zitat:
Zitat von rosenkind Beitrag anzeigen

Nun überlege ich selbst die Kosten für die Weiterbildung zu tragen. Nur, muss mich der Arbeitgeber für die Stunden die ich in anderen Fachabteilungen benötige freistellen, oder kann er mir tatsächlich diese Chance auf Wissen verbieten?
Ja, das kann er. Die Kosten einer Fortbildung sind ja nicht nur die reinen Weiterbildungskosten für die Dozenten und das Unterrichtsmaterial. Das ist das wenigste. Weiterbildungen sind Arbeitszeit, obwohl du ihn dieser Zeit nichts produzierst. Deine Stunden auf Station werden in dieser Zeit von einem Kollegen gemacht. Der Arbeitgeber bezahlt also das Doppelte.Das kann sich niemand unbegrenzt leisten. Ich kenne es so, dass z.B. nur ein Teilnehmer pro Station pro Jahr auf eine (größere) Weiterbildung gehen kann.

Was anderes wäre es, wenn Du die Weiterbildung in Deiner Freizeit machst, aber ich glaube, die Onkologie-Weiterbildung beeinhaltet Praxisphasen. Die Palliative-Care-WB z.B. ist auch in der Freizeit machbar.
Zitat:
Zitat von rosenkind Beitrag anzeigen
Und würde ich nach diesen Stunden und der Weiterbildung wieder auf meiner Station eingesetzt werden?
Das musst du mit deinem Arbeitgeber abklären. Meistens hast du nur einen Vertrag mit der Klinik, nicht mit der Station. Daher gibt es keine Garantie, dass man nach einer Pause (das könnte auch die Erziehungszeit sein) auf "seine" Station zurückkehrt.
Zitat:
Zitat von rosenkind Beitrag anzeigen
Dazu kommt noch, dass ich über eine Zeitarbeitsfirma eingestellt wurde, weiß nicht ob dass eine Rolle dabei spielt??
Ja, das spielt eine Rolle. Finanzierte Weiterbildungsmaßnahmen sind oft mit einer Verpflichtung für drei Jahre verbunden. Der Arbeitgeber will natürlich ungern in einen Mitarbeiter investieren, der danach zur Konkurrenz überläuft.

Ist in Deinem Fall nicht die Zeitarbeitsfirma der Arbeitgeber und die Klinik nur der Ort, an dem Du im Moment eingesetzt bist? Dann ist die PDL sowieso der falsche Ansprechpartner, dann müsstest Du den Antrag auf Weiterbildung bei der Zeitarbeitsfirma stellen.
Zitat:
Zitat von rosenkind Beitrag anzeigen
Für mich ist es einfach wichtig auch vieles theoretisches über dieses Fachgebiet zu lernen. ist das so verwerflich..
Natürlich nicht. Es ist aber genauso wenig verwerflich, dass der Arbeitgeber nicht zeitgleich zig Leute auf die Weiterbildung schicken kann. Der hat ja auch keinen Goldesel im Keller.

Versuch's doch mal mit Ein- oder Mehrtageskongressen, da lernst du auch jede Menge. Fachliteratur ist auch nicht zu verachten.
-Claudia- ist offline  
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