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31.12.2010, 15:19 #1
Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Ich hab mich gerade etwas durch diverse Themen gelesen was Spritzenschein, Pflegequalität, Medizinische und Pflegerische Tätigkeiten betrifft.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird in Deutschland Blutabnahme, Venöse Zugänge legen, i.V. spritzen usw. nicht von der Pflege durchgeführt wird.
Ist das so, dass ihr das rechtlich nicht dürft oder ist das einfach nicht als pflegerische Handlung vorgesehen ist?
Da ich (wie schonmal erwähnt) nach der Ausbildung nach Berlin gehen möchte, würde mich interessieren was ich dann vom gelernten durchführen kann und vor allem darf, und was nicht.
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31.12.2010, 15:25 #2
AW: Medizinische Tätigkeiten - DE
Darauf wird es keine konkrete Antwort geben.
Es gibt Häuser, da wurde das Pflegepersonal zur BE verpflichtet.
Das Legen von VVK's gehört in der Anästhesie meist zur Aufgabe der Pflegekräfte.
Einen Spritzenschein kenne ich jetzt nicht.
In Deutschland hat die Pflege keine Vorbehaltsaufgaben - leider.
liebe Grüsse
Narde
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31.12.2010, 15:46 #3
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Also dann könnte man ganz plump sagen, dass ich (wenn es das Haus so vorsieht) alle diese Tätigkeiten ausführen darf?
Es gibt da ja schon riesige Unterschiede zwischen uns und Deutschland. Blut abnehmen wird hier sogar den FaGes (bei euch Pflegehilfen, mit 3 Jahren Ausbildung) delegiert.
Diese ganzen Tätigkeiten sind bei uns Standard, wir haben Blutabnahme, s.c. und i.m. schon nach 3 Monaten gelernt und gegenseitig geübt.
Spritzenschein kannte ich bisher auch nicht, eine Freundin die als Arzthelferin in Köln arbeitet hatte den nur mal erwähnt.
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31.12.2010, 17:07 #4
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Ja, könnte man so sagen.
Blutentnahme ist ja auch kein Hexenwerk. Trotzdem ist dieses Thema in Deutschland ein teilweise recht heiß diskutiertes.Es gibt da ja schon riesige Unterschiede zwischen uns und Deutschland. Blut abnehmen wird hier sogar den FaGes (bei euch Pflegehilfen, mit 3 Jahren Ausbildung) delegiert.
Diese ganzen Tätigkeiten sind bei uns Standard, wir haben Blutabnahme, s.c. und i.m. schon nach 3 Monaten gelernt und gegenseitig geübt.
Gib mal Blutentnahme in die SuFu oben ein!
Die großen Unterschiede liegen aber doch hoffentlich nicht nur in der Übernahme dieser Tätigkeiten.
Gruß"Pure Vernunft darf niemals siegen"
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31.12.2010, 17:32 #5
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Nein, keinesfalls... schon die Ausbildung scheint mir eine sehr andere zu sein. Also ich kann auch nur das Beurteilen was ich hier lese, aber es scheint schon einen grossen Graben zwischen den beiden Ausbildungen zu geben.
Wäre mal interessant, die beiden Ausbildungen und schlussendlich auch die Berufe und kompetenzen einander gegenüber zu stellen und zu vergleichen.
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31.12.2010, 17:38 #6
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Im Vergleich sieht Deutschland da wohl schlecht aus.
Wir hinken da nicht nur Jahre hinterher
"Pure Vernunft darf niemals siegen"
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31.12.2010, 17:45 #7
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Schätze ich auch...ich werds im 5. Semster sehen, wir können da für 3 Monate in einem anderen Land arbeiten gehen. Und da werde ich natürlich wenns klappt nach Berlin gehen. Aber das ist erstmal noch etwas hin.
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01.01.2011, 12:22 #8
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Ja Super!
Wenn wir die Wertigkeit unseres Berufs an der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten messen, dann schäme ich mich in Grund und Boden!
Was erwarten denn die pflegebedürftigen Menschen vom Pflegepersonal? Wie wollten wir gepflegt werden und was macht gute Pflegequalität aus? Das sind die entscheidenden Fragen und nicht wozu hat der Doktor keine Lust und zwingt mich seinen Job mit zu machen.
Gruß KGK
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01.01.2011, 12:41 #9
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Ich glaube kaum, dass die Pflegeausbildung in CH sich lediglich auf dei Vermittlung von ärztl. Tätigkeiten beschränkt.
Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmnner, SBK-ASI Geschftsstelle Schweiz ... schau da mal unter Download Bildung. Auch dei Linkliste ist net unbedingt schlecht.
Und kamen aus der Schweiz net auch so einige Doku-Ideen?
NURSING data, deutsche Version
Leistungen sichtbar machen!
Das Institut für Kinästhetik befindet sich in der Schweiz.
...
Wenn D mal so weit ist wie die Schweiz wenn es um Pflege geht... dann wird es wahrscheinlich auch keine Diskussionen mehr darüber geben, ob,wann und in welchem Umfang ärztl Tätigkeiten übernommen werden sollen. Die Schweiz hat bereist verstanden, dann es Pflege sich net allein über waschen, füttern, trocken legen definieren sollte. Sie versuchen wahrscheinlich auch net diese grundpflegerischen Tätigkeiten durch Umbenennung aufzuwerten so wie es in D üblich ist.
Eine neue Sicht auf die wahren Berufsinhalte würde D auch gut tun, sehr gut sogar wenns um die Zukunftsorientierung geht.
Dazu müsste man sich aber von der dreijährigen, handwerklich orientierten Ausbildung trennen und man müsste vielen Kollegen sagen, dass sie nur einfache pflegerische Tätigkeiten ausführen und dies eher dem Anspruch eine Pflegehilfskraft entspricht.
Da sei Gott vor. In D sind alle gleich- egal welcher Bildungshintergrund. *grmpf*
Elisabeth
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01.01.2011, 12:45 #10
AW: Medizinische Tätigkeiten als Pflegekraft in Deutschland aus der Sicht der Schweiz
Ich meinte grundsätzlich einen Vergleich machen, nicht einen was die medizinischen Tätigkeiten angeht ;)
Ich weiss ja dass es ein Pflegeberuf ist und das die Hauptsache ist. Aber mich persönlich interessiert auch der medizinisch-technische Bereich und bin froh, dass das bei uns mit dazu gehört. Ich fühle mich auch keinesfalls gezwungen diese Tätigkeiten zu übernehmen und so geht es auch den meisten anderen aus meinem Studiengang.
Vielleicht denke ich da etwas anders als viele andere, aber der Tätigkeitsbereich für einen Krankenpfleger hat so ein breites Spektrum, auch was die ganzen Abteilungen angeht. Wenn jemand gerne und lange mit Patienten arbeitet, beziehung aufbauen, aber nicht soviel in der Handlungspflege machen will, geht er vielleicht auf die Psychiatrische Abteilung. Jemand der gerne ärztliche Tätigkeiten übernimmt, geht vielleicht eher auf die Intensiv oder in die Notfallpflege.
Den Beruf bzw. die Ausbildung nur an den medizinischen Tätigkeiten und somit an den eigenen Kompetenzen diesbezüglich zu Vergleichen wäre nicht richtig. Die persönliche Einstellung, Erfahrung und Fach- (!) Kompetenz macht das aus was wir sind, keine Arbeiten die wir aufgedonnert bekommen und jedes Mal mit widerwillen machen.
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