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Alt 29.05.2006, 14:09   #11
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

aber ziehen dürfen ja wohl auch schwestern oder?
medizin-ersti ist offline  
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Alt 29.05.2006, 16:15   #12
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

Also in der heutigen Zeit würden sich ALLE Ärzte bedanken, wenn sie sich jede para gelaufene Braunüle ansehen sollten. Selbst wenn die Infusionen wichtig sind, dauert es oft eine ganze Weile, bis ein Arzt kommt, um eine neue Braunüle zu legen. Traurig aber wahr.

Es ist denk ich selbstverständlich, dass man regelmäßig nach sieht, ob die Infusion noch intravenös läuft oder nicht, und wenn doch mal eine para läuft können wir doch gar nichts dafür oder? Es gibt viele Menschen mit schlechten Venen, die 5x am Tag einen neuen Zugang brauchen. Wir müssen beobachten und wenn wir z.B. eine Rötung, Schwellung feststellen oder der Pat Schmerzen hat, ziehen wir den Zugang. Und wenn es passiert (z.B. bei einem Pflegepatient der sich nicht äußern kann) in der Zeit wo man nicht im Zimmer ist, dann trifft uns doch keine Schuld oder seh ich das falsch???
Liebe Grüße MilSchok
MilSchok ist offline  
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Alt 29.05.2006, 18:39   #13
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

irgendwie geht das hier grad durcheinander.

worum geht es eigentlich? um organisation, kompetenzen oder verantwortung? ich hab das gefühl jeder redet von was anderem
medizin-ersti ist offline  
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Alt 29.05.2006, 19:28   #14
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

Zitat:
Zitat von medizin-ersti
worum geht es eigentlich? um organisation, kompetenzen oder verantwortung? ich hab das gefühl jeder redet von was anderem
Na irgendwie um alles:
Chef sagt, dass der Arzt entscheidet wann eine Braunule para ist ==> Kompetenzen
daraus folgt, dass die Orga wann Arzt kommt und neue legt auch beim Arzt liegt, daraus folgt wiederum, dass der Arzt auch die Verantwortung trägt, ob er nun gleich kommt, am nächsten Tag oder wann auch immer.
Aus der Aussage des Chefs schließe ich, dass er alle Bereiche bei den Ärzten haben mag. Ich als GuK darf lediglich noch den Verdacht äußern und habe die Verantwortung den jeweiligen Arzt zu informieren, wenn ich etwas bei der Viggo bemerke. Dass wir dabei evtl. etliche Male beim Patienten waren, ihm immer wieder erläutern, dass der Arzt ja informiert ist und ihm irgendwie versuchen zu erläutern, dass selbst bei Schmerzen wir nicht befugt sind die Viggo zu ziehen will ich jetzt mal unbeachtet lassen.

Ich schließe mich denjenigen an, die wortgetreu das ausführen würden, was der Chef möchte. Allerdings würde ich darauf bestehen, dass er dazu auch noch eine schriftliche Anweisung gibt.
Vielleicht aber hat der Chef es doch anders gemeint und es könnte ja mal nachgefragt werden, ob er die Vorgehensweise wirklich so haben möchte wie Elisabeth das schreibt. Manches Mal ist man schnell dabei etwas zu sagen, ohne eben über die nachfolgende Orga nachzudenken.
__________________
Freundliche Grüße
Sigrid
sigjun ist offline  
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Alt 29.05.2006, 23:37   #15
AFi
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung

Hey wow,
das ist ja der wahnsinn, danke für die vielen Antworten!!!
Ich versuch jetzt mal noch einiges zu erklären, bzw. hinterfragen...

Scip:
Vielleicht meinte AFi folgendes: klar können wir, die Patienten oder die Putzfrau sagen: "Das Ding läuft para", nur rausreißen sollen wir das nicht nach gutdünken, das entscheiden laut AFi's Chef die Ärzte.
AFi, ich hoffe das meintest du damit.
Ja genau das ist das Problem! Ich mache diesen Job jetzt seit über 15 Jahren und fühlte mich bisher sehr wohl in der Lage zu entscheiden, ob eine Infusion para ist oder nicht!

Medizin-ersti:
[quote=medizin-ersti]rechtlich bist du ja ausm schneider wenn der chefarzt das so sagt. quote]
Da bin ich mir eben nicht so sicher, denn ist eine Infusion erstmal para gelaufen (ob jetzt mit oder ohne Gewebeschädigung) ist das in meinen Augen eine Körperverletzung. Ich hätte diese verhindern können, indem ich entgegen der Arztanweisung die Infusion ziehe, also bin auch ich dran! Da kann mir doch keiner die Verantwortung abnehmen!!!

Sigjun
Allerdings würde ich darauf bestehen, dass er dazu auch noch eine schriftliche Anweisung gibt.
Danke für den Tip, das werde ich auch anregen.

Gibt's denn keine Urteile oder ähnliches???
__________________
Schönen Tag noch
AFi
Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur Dumme die nicht fragen!
AFi ist offline  
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Alt 30.05.2006, 06:11   #16
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

Gehen wir doch mal logisch an den Kasus heran:

Die Infusion ist para gelaufen, deshalb wird die Infusion gestoppt. Welchen Einfluss hat die liegende Nadel auf das Ödem? Meines Wissens nach ergibt sich da keine weitere Gewebsschädigung. Der Stichkanal selbst ist belegt durch die Nadel.

Was sollte also passieren, wenn Pflegekraft nicht selbst sondern der Doc die Flexüle zieht? Welcher Schaden entsteht dem Pat. wenn dies ev. auch mit Zeitverzug im Rahmen der Neuanlage einer Flexüle erfolgt?

Geht es hier um den Patienten? Oder geht es hier um die abgesprochene Kompetenz der Pflegekraft?

Falls letzteres der Fall ist, wäre es ein Armutszeugnis unsererseits, wenn wir uns über die Berechtigung eine Flexüle ziehen zu dürfen definieren müssen.

Elisabeth
Elisabeth Dinse ist offline  
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Alt 30.05.2006, 14:13   #17
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

Zitat:
Zitat von Elisabeth Dinse
Was sollte also passieren, wenn Pflegekraft nicht selbst sondern der Doc die Flexüle zieht? Welcher Schaden entsteht dem Pat. wenn dies ev. auch mit Zeitverzug im Rahmen der Neuanlage einer Flexüle erfolgt?
ich würd mal schwer davon ausgehen das, je länger der Fremdkörper darin liegt, destot höher die Wahrscheinlichkeit das sich etwas entzündet - Phlebitis!
Maniac ist offline  
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Alt 30.05.2006, 14:50   #18
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

Moin,

in meinen Augen ist das doch eigentlich völlig wurst - is ne Braunüle para --> raus damit - weswegen ich da nen Arzt rufen sollte, entzieht sich irgendwie meinem Vorstellungsvermögen. Und die Neue lege ich halt eben selber ( ITS ), bzw. rufe den Doc, wenn die Venenverhältnisse mies sind.

Muss allerdings Elisabeth beipflichten - passieren wird in der Zeit, die die Braunüle noch drin liegt, nix.

Und zum Thema Verantwortung - diese Frage hat sich mir in den Jahren noch nie gestellt, weswegen auch? Die Ursache kann ja vielfältig sein und ich habe nicht jeden Pat. immer im Blick ( gerade auf 'Normalstationen' ) bzw. es kann sich ja nicht jeder gleich bei Schmerzen melden.
Möchte den Pat. sehen, der mich bzw. einen von uns im Rahmen einer para gelaufenen Nadel wg. Körperverletzung verklagt.

Cys
Cystofix ist offline  
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Alt 30.05.2006, 15:36   #19
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Standard AW: Paragelaufene Infusion, wer trägt Verantwortung?

wie kann man nur ein so unwichtiges "Thema" so tot reden?
man tarnt hier Diskussionen über Kompetenzen mit unwichtigen Themen, alles im Dienste des Patienten, weil es ja nur um den geht *haha*.
medizin-ersti ist offline  
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Alt 30.05.2006, 18:01   #20
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Gut erkannt.

Elisabeth
Elisabeth Dinse ist offline  
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