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#1 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 11.10.2006
Beiträge: 46
Ort: Stendal/Minden
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Praxisanleiter
Bereich: onkologische Kinderstation / IMC
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Hallo KiKra Freunde,
![]() in den letzten Monaten waren mehrere SchülerInnen auf unserer Station eingesetzt. Einige waren im Unterkurs, aber der größte Teil der SchülerInnen waren/sind im Mittel- bzw. Oberkurs. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass fast 75% der SchülerInnen nicht in der Lage waren einfachste Dreisatzrechnungen beim Aufziehen von i.v. Medikamenten auszurechnen. Selbst nachdem ich "Denkanstöße" gegeben habe, war es vielen nicht möglich die benötigte Dosis aufzuziehen.Einige bestättigten mir vor der Übung sogar, dass sie die Dreisatzrechnung gerade erst im Schulblock in der Theorie besprochen hatten. Und dann - nicht mal 3 Wochen später - konnten sie nichts damit anfangen. Das traurige dabei war sogar, das ein kleiner Teil anfing zu weinen (was im Übriegen nicht an mir lag ;-) ). Sie bestätigten mir im Gespräch, dass sie einfach von sich selbst enttäuscht waren, die gestellten (sehr einfachen) Aufgaben nicht lösen zu können! Meine Frage an euch wäre Folgende: Habt ihr auch solche Erfahrungen machen "müssen"? Wenn ja, wie geht ihr in solchen Fällen weiter mit den Schülerinnen um? Ich habe mir angewöhnt den SchülerInnen ein paar Tage Zeit zu geben (gebe ihnen auch noch ein paar Fallbeispiele mit) um dann nochmals die Dreisatzrechnung zu prüfen. MfG Oliwaes P.S: Echt erstaunlich wie leichtfertig manche mit ihrem "Nichtwissen" das Examen auf`s Spiel setzen!!!
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Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
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#2 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 26.06.2006
Beiträge: 328
Ort: bei Trier
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: freiberufliche Kinderkrankenschwester
Bereich: Familienberatung, Dozentin im Gesundheitswesen
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Hallo Olivares,
ich bin früher machmal als Praxisanleiterin auch darüber verzweifelt, welche Grundlagenkenntnisse manchen Schülerinnen fehlen, immerhin ist ein mittlerer Bildungsabschluss Ausbildungsvorraussetzung und da sollte so etwas in normalen allgemeinbildenden Schulen schon gelehrt worden sein. Mit einer intensiven Mathematikeinheit und einem verabreichten schlechten Gewissen (was alles passieren könnte, wenn man die Medikamentendosis für ein Kind ausrechnet) haben viele Schülerinnen es dann doch noch begriffen - manchen habe ich dann dringends ans Herz gelegt nach dem Examen (sofern sie es bestehen) aus dem Akutpflegebereich herauszugehen...(sie waren ja deswegen in der reinen Pflege meist nicht schlecht -einige haben aber tatsächlich das Examen nicht geschafft...) LG, Meggy |
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#3 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 53
Ort: Dortmund
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Kinderkrankenschwester
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Diese Problematik kann ich aus eigener Erfahrung aus meiner Schulzeit berichten (2004-2007).
Und wie "egal" es manchen ist sowas simples und doch wichtiges verstehen zu können geht mir bis heute nicht in den Kopf. Und zum Thema Examen: das sind dann die Kandidaten, die ein Tag vorher wissen welche Prüfungskids sie haben und zuhause dann pflegeplanung vorschriebn, dreisatz errechnen lassen und sich alle zurecht legen, leider entspricht das meiner reelen Erfahrung...dass einzige was mcih bei soclhen Kandidaten beruhigt: Die bestehen nur mit 2 oder 3 in der praktischen, ich selbst mit ner 1. So sieht man, wie "doof" manche sind mit der immensen Hilfe+Unterstützung nur befriedigende Leistungen zu schaffen. Und ja, du hast recht solche simplen Sachen sind so wichtig und werden sooooooo unterschätzt.. Dein Weg ist genau richtig, Zeit zum Lernen zu geben udn dann in der Praxis prüfen, sonst sind das ggf. potenzielle Mörder kranker Kinder, mit Schaudern denke ich an Kids die eventuellen Schaden erleiden. (Wie eine unterbelichtete Kikra a.D. ind er Klinik wo cih gelernt habe: Calcium unverdünnt peripher zu geben, solch ein leichtsinn, das Kind ist tot.) Und immer den Schülern bewusst zu machen, dass es zwar eine immens "tolle" Aufgabe ist infusionen herzustellen udn anzuhängen, aber man auch immens viele Fehler machen kann, angefangen vom falschen Errechnen bis zu LUftbläschen im System, bis zum Nicht-Beschriften der Zusätze in einer Flasche. Eben Kleinigkeiten die nicht nur beim Examen wichtig sind, sondern IMMER!!! |
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#4 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 280
Ort: bei Köln
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester, Examen 1991
Bereich: Hämato-Onkologie
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Mal ein kleines Beispiel aus dem Mathematikunterricht meiner Tochter,13J-7Schulj.: Dreisatz/Prozentrechnen war dort gerade Thema....die Klasse hat diese Arbeit "versemmelt",es gab dort fast nur die Noten 4-6.
Somit wurde nocheinmal geübt, erklärt(auch zu Hause) und ein erneuter Test geschrieben, worin die Sachaufgaben die"Praxis",wenn man so will,ausgelassen wurde. Da wurde nicht geübt-bis es verstanden war,sondern weggelassen-damit die Zeugnißnote nicht leidet. Das mal als Erklärungsversuch. |
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#5 |
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Senior-Mitglied
![]() Registriert seit: 16.11.2007
Beiträge: 185
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester, Rettungsassistentin, Radiologieassistentin
Bereich: Chirurgie OP, NA und Röntgen
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Bin ehrlich etwas erstaunt, dass der Dreisatz nicht selbstverständlich zum Allgemeinwissen zählt.
Da es auch ich schon erlebt habe, dass 2 Schwestern und ein Arzt 3 verschiedene Ergebnisse bei einer relativ leichten Umrechnung von I.E. in ml hatte. Allerdings hatten sie ihr Examen schon vor längerer Zeit gemacht. Es sind also nicht nur die Schüler.
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Wenn mein Chef so tut, als würde er mich angemessen bezahlen, dann tue ich so, als würde ich angemessen arbeiten. |
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#6 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 04.09.2004
Beiträge: 2.450
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester, Fachweiterbildung Palliative Care
Bereich: Palliativpflege
Funktion: stellv. Stationsleitung, Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing
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Einmal fragte mich eine Schülerin, was genau sie sich unter der Erkrankung eines Patienten vorzustellen habe. Es handelte sich um einen der selteneren Unterformen eines Carcinoms, daher konnte ich auch mit keiner fertigen Antwort aufwarten. Um ihr keinen Blödsinn zu erzählen, drückte ich ihr den Psyrembel in die Hand und bat sie, schon mal an der richtigen Stelle aufzuschlagen; ich wolle noch schnell meine Kurve fertig schreiben und dann würden wir uns gemeinsam die Erklärung lesen und versuchen, sie in eigene Worte zu fassen.
Dass sie das Buch nicht verkehrt herum gehalten hat, war alles. Selbst als ich das Wort buchstabiert habe, wusste sie nicht, ob sie (Anfangsbuchstabe: S) das Buch weiter vorn oder weiter hinten aufschlagen sollte. Und sowas hat in Deutschland die mittlere Reife! |
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#7 |
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Board-Moderation
![]() Registriert seit: 27.07.2005
Beiträge: 8.775
Ort: München
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester I&I, Praxisanleiterin DKG, Rettungsassistentin, Diätassistentin
Bereich: Intensiv und Infektiologie
Funktion: SL
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Hallo,
ich kann euch beruhigen, nicht nur die Azubis der Kinderkrankenpflege sind mit Rechnen überfordert: Ich werde Krankenschwester, weil ich da kein Mathe brauche?! Da die meisten aber auch nicht ihre Stunden ausrechnen können, scheint meine These nicht soooo falsch zu sein. ![]() Schönen Tag Narde
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Unglückliche Menschen sind glücklicher frei nach P. Watzlawick - Die Anleitung zum Unglücklichsein |
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#8 | |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 11.10.2006
Beiträge: 46
Ort: Stendal/Minden
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Praxisanleiter
Bereich: onkologische Kinderstation / IMC
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Zitat:
Wie ist dies zu verstehen?
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Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
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#9 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 17.02.2006
Beiträge: 308
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Kinderkrankenschwester zZt. FWB A&I
Bereich: Frühgeborenen- und Kinderintensiv
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Hallo!
Ich vermute mal, narde spielt auf die vielen Threads an, die sich in letzter Zeit mit Fragen zur Berechnung von Sollstunden, Urlaubsansprüchen etc. beschäftigen. VG junni
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Spinat gelingt dann am Besten, wenn man ihn kurz vor dem Servieren gegen ein saftiges Schnitzel austauscht! |
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#10 |
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Board-Moderation
![]() Registriert seit: 27.07.2005
Beiträge: 8.775
Ort: München
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester I&I, Praxisanleiterin DKG, Rettungsassistentin, Diätassistentin
Bereich: Intensiv und Infektiologie
Funktion: SL
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Hallo,
nein, die meinte ich nun garnicht, die Schüler haben bei uns Karten auf denen die Stunden gelistet sind, die sie in dem Einsatz arbeiten müssen, sollen und auf denen auch Fehlstunden vermerkt werden. Wenn ich diese Karten bei manchen so unterschreiben würde, wie sie mir vorgelegt werden, dann kämen teilweise sehr seltsame Stundenzahlen dabei heraus. Krankheitsstunden werden vergessen einzutragen, teilweise aber auch Plusstunden. Schönen Tag Narde
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