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#1 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 24.11.2007
Beiträge: 4
Ort: Wolfsburg
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester
Bereich: Geri und Kinderpflege
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Hallo zusammen,
kennt sich jemand mit der Reanimation unter Beatmung aus??? Habe einen Jungen in der Pflegestation der ist 12 Jahre der hat Heimbeatmung schon fast 1 Jahr. Wie gehe ich vor wenn ich ihn reanimieren muß?? Beatmung ab und Ambubeutel???? Danke euch schonmal ![]()
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#2 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 28.10.2007
Beiträge: 246
Ort: Bayern
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkinderkrankenpfleger
Bereich: Kinderintensiv
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Hi Claudia,
ich glaube, wir haben das Thema schon wo anders mal gehabt, aber ich hoffe ich kann Dir ausreichend helfen. Also geh ganz "einfach" nach dem "üblichen" Schema der Reanimation vor. - Erkunde die Situation (normalerweise nennt man diesen Punkt Sicherheit) - Schau ob der Junge auf Dich reagiert (Punkt Stimulation) - Hole Dir Hilfe, Schrei nach Hilfe (Punkt Schreien) - (jetzt würde noch der Punkt Stripping kommen -> Sicht auch Thorax) - A (Airway) schaue ob die Atemwege frei sind (in Deinen Fall, vermutlich eine Trachealkanüle; kommen die Atemhübe der Beatmungsmaschine an?) liegt hier das / ein Problem, dann löse das Problem (z.B. Absaugen, Wechsel der Kanüle, ...) - B (BeAtmung) - C (Circulation) -> Thoraxkompression Wie Du bestimmt weißt, gibt es versch. Abläufe der Reanimation, je nach Alter des Patienten und der Erfahrung, die Du in der Reanimation hast. Das Alter Deines beschriebenen Patienten ist "grenzwertig", normalerweise wechselt man vom "Kinderablauf" auf "Erwachsenenablauf" mit Einsetzen von Zeichen der Pubertät. In Deinem Fall ist es mit Sicherheit kein Fehler (auch wegen der Einfachheit) den Ablauf für Erwachsene durchzuführen (30:2). Ob Du von dem Beatmungsgerät auf Beutel übergehst, hängt auch von verschiedenen Faktoren ab (was für eine Beatmungsform, gibt es eine Fehlfunktion, ist die Beatmungsintensität ausreichend, kann man mit ausreichend Sauerstoff beatmen, ..., bist Du im Umgang mit den Ambubeutel geübt). In der Regel wird man auf einen Ambubeuel wechseln, weil man es "besser im Gefühl" hat, ob die Beatmung effektiv ist. Wenn Du Dir sicher bist, ist es kein Problem oder Fehler, wenn Du am Beatmungsgerät bleibst. Es muss aber sichergestellt sein, dass diese Beatmung effektiv ist (eine angepasste Beatmungsfrequenz, ausreichender Druck -> Thorax muss sich bei der Inspiration heben, ausreichende Oxygenierung -> 100% Sauerstoff). Dies können nicht alle Heimbeatmungsgeräte leisten. Vorteil Ambubeutel: oft bessere Übung im Umgang, bessere Kontrolle der Beatmung Nachteil Ambubeutel: Unterbrechung der Reanimation durch Positionswechsel (Beatmung - Kompression) Primär das Wichtigste ist: dass Du die Reanimation beginnst und Du schnell Hilfe bekommst. Da es sich bei Deinem Patienten vermutlich um ein behindertes, bzw. schwerstkrankes Kind handelt stellt sich natürlich auch die Frage: gibt es eine "Abmachung" zum Thema Reanimation (aber im Zweifelsfall immer die Reanimation einleiten). Weiter würde ich Dir noch empfehlen, wenn Du dich für den Beatmungsbeutel entschieden hast und die Beatmung effektiv ist, dann bleib dabei (bis jemand kommt, der Dir die Entscheidung abnimmt -> Arzt), ändere nie ein "gut" laufendes System. ich hoffe ein bisserl konnte ich Dir helfen, wenn Du noch spezielle Fragen dazu hast, melde Dich einfach ! Schönen Abend
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#3 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 02.10.2007
Beiträge: 235
Ort: Bayern
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Kinderkrankenschwester
Bereich: Intensiv
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Hallo,
wir hatten auch mal ein heimbeatmetes Kind, das v.a. bei der Trachealtoilette, gerne recht bradycard bzw. teilweise sogar asystol wurde. Bei diesem Patienten haben wir alles was mit Thema Trachealkanüle bzw. Absaugen und Beatmung zu tun hatte, nur zu zweit (zweite Schwester oder Arzt dazugeholt) und unter Reanimationsbereitschaft durchgeführt. Bei solchen Gelegenheiten, haben wir den Patienten an den Beatmungsbeutel genommen. Wenn ich alleine in diese Situation kommen würde, würde ich auch erst mal schreien, die Beatmung überprüfen und wenn da alles passt, Sauerstoff zufügen und Herzdruckmassage beginnen, solange der Patient noch an seinem Beatmungsgerät hängt. Weil ich vermutlich mit Handling Ambubeutel und Herzdurckmassage gleichzeitig überfordert wäre. Gibt es ein Problem mit dem Beatmungsgerät, sieht die Sache natürlich wieder anders aus. Jetzt würde mich aber noch kurz was anderes interessieren; bei uns heißt es immer die Heimbeatmungsgeräte sind nicht für den Klinikgebrauch zugelassen; das heißt bekämen wir so einen Patienten müssten wir ihn gleich an unsere Evita hängen. Davon haben wir aber nur ein Stück, da wir für große Patienten nur einen Beatmungsplatz haben; deshalb sind wir ohnehin gezwungen, den Patienten sobald wie möglich wieder an sein eigenes Gerät zu geben. Wie ist das bei euch so? Liebe Grüsse, Stupsi |
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#4 | |
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Board-Moderation
![]() Registriert seit: 27.07.2005
Beiträge: 9.036
Ort: München
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester I&I, Praxisanleiterin DKG, Rettungsassistentin, Diätassistentin
Bereich: Intensiv und Infektiologie
Funktion: SL
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Zitat:
ist zwar etwas OT, aber ich will dir gerne antworten. Du darfst das Heimbeatmungsgerät dann benutzen, wenn du eine Einweisung gemäss MPG hast, da dies häufig nicht der Fall ist, wird in der Klinik meist sofort auf ein Klinikgerät umgestellt. Ob dies Sinn macht sei dahingestellt, wenn es um eine Einstellung der Beatmung für den Patienten geht. Wir haben es so geregelt, dass wir eine Einweisung bekommen, wahlweise das Gerät von Angehörigen bedient wird, dann aber rund um die Uhr oder wir auf Klinikgeräte umsteigen. Allerdings haben wir mittlerweile schon eine stattliche Anzahl an Geräten auf die wir eingewiesen sind. Schönen Abend Narde
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Unglückliche Menschen sind glücklicher frei nach P. Watzlawick - Die Anleitung zum Unglücklichsein |
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#5 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 24.11.2007
Beiträge: 4
Ort: Wolfsburg
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester
Bereich: Geri und Kinderpflege
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hallo,
bei uns müssen auch immer unsere Geräte genommen werden ich bekomme das ganze sehr gut von 2 Seiten mit, arbeite in der klinik und in der ambul. Kinderspflege als Nebenjob und da haben wir auch diese probleme die kinder gehen mit den geräten in die klinik und dort werden die klinikeigenen verwendet. Liebe grüße claudi |
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#6 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 16.02.2009
Beiträge: 27
Ort: Freigericht
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits-/Krankenpflegerin
Bereich: Heimbeatmung
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Komme grade frisch von ner Schulung "Reanimation".
Bei tracheotomierten/beatmeten Patienten zum reanimieren immer das Beatmungsgerät vom Patient diskonnektieren, aber NICHT ausschalten(ganz wichtig, wenn Patient stirbt!!) Beatmungsbeutel auf Kanüle aufsetzten und damit beatmen. Respirator würde bei Herzdruckmassage stören und Gerät ständig Alarm geben! Reanimation 30xHerzdruckmassage, dann 2x beatmen-Bei Kindern,wie Erwachsenen!! Und nie zulang mit beatmen aufhalten(z.B.wenn Atemwege nicht durchgängig), Herzdruckmassage ist WICHTIGER!!! |
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#7 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 11.07.2008
Beiträge: 354
Ort: Schüttorf
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: GuKp, ZDL interdisziplinäre ITS
Bereich: Allgemeinchirurgie
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#8 |
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Bereichs-Moderation
![]() Registriert seit: 20.10.2004
Beiträge: 1.279
Ort: Bayern
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin
Bereich: Intermediate Care
Funktion: Praxisanleiterin
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Hallo Toolkit,
ich denke Pips meint damit, dass evtl. die Einstellungen am Beatmungsgerät überprüft werden könnten, falls es kein zu erwartender Tod ist.
__________________
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. |
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#9 |
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Gesperrt
![]() Registriert seit: 28.09.2009
Beiträge: 204
Aufenthaltsland:
![]() |
@Toolkit
Nee,der Respirator darf NICHT ausgeschaltet werden,weil ein Ausschalten nur ein Arzt anordnen darf !!! Da man als Personal in der Heimbeatmung für die adäquate Beatmung verantwortlich ist,darf man das Gerät natürlich nicht ausschalten,auch wenn der Patient grade verstorben ist. Der Respirator darf auch beim Verstorbenen bis zum Ende der Leichenschau durch den Arzt diskonnektiert und ausgeschaltet werden,dies ordnet der Arzt nach der Leichenschau an. |
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#10 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 12.11.2006
Beiträge: 67
Ort: Hamburg
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester
Bereich: ambulante Intensivpflege
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hichen ihr lieben !
Muss echt sagen ein sehr interessantes Thema !!!! also bei einer reanimation würde ich in der heimbeatmung immer mit Ambubeutel durchführen , und evtl bei Bedarf 02 gabe während des bebeutelns , Reanimation mit Beatmungsgerät würde zu lange dauern , un daher nicht effektiv genug sein aber mal eine andere Frage was würdet ihr als harte Unterlage nehmen bei der Herzdruckmssage wenn der Pat im Bett liegt und 100 kilo wiegt und es nicht so einfach ist , so schnell wie möglich ihn uuf den Boden zu legen , weil meistens bist du ja in der Häuslichkeit alleine ??? musste jemand von euch schon mal ambulant reanimieren ???? Lg s.moni |
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