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Alt 10.03.2010, 19:40   #31
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Bereich: Krankschreibung
Standard AW: Krankenhausleitung nur durch Verwaltungs- und Ärztlichen Direktor?

Wunderbar- kamen genau die ertwarteten Antworten.

Ein Verwaltungsdirekror kann, genau wie der Pflegemanager, auf das Fachwissen der Kollegen vor Ort zurückgreifen. Er braucht hier ergo keinen Vermittler... auch wenn manch Pflegemanager dies anders reflektiert. Wer sägt schon gern am eigenen Stuhl.

Elisabeth
Elisabeth Dinse ist offline  
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Alt 11.03.2010, 07:45   #32
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Funktion: Pflegedienstleitung
Standard AW: Krankenhausleitung nur durch Verwaltungs- und Ärztlichen Direktor?

Liebe Elisabeth

Zitat:
Wunderbar- kamen genau die ertwarteten Antworten
Das sind genau die Antworten die niemand erwartet. Du bist zwar in Punkto Beitragsanzahl wirklich Spitze, ob diese aber immer den Punkt treffen oder von erheblicher Fachkompetenz in diesem Bereich sprechen bezweifle ich. Ohne dich wirklich anzugreifen ist es für mich unbegreiflich wie sehr du deinen Berufsstand diskreditierst. Funktionieren ohne Wissensbasis und gut iss. Ja du hast recht, dafür braucht man nicht eine einzige akademisch gebildete Pflegekraft. Auch braucht man dafür sicherlich nicht eine gut gebildete Pflegefachkraft, die sich zur Zeit(meiner Meinung) weit unter den eigenen Fähigkeiten verkauft.
Du favorisiert mit deiner Äußerung genau die Pflegekraft, die zum Verwaltungsdirektor geht und sagt" So viel Arbeit, wir schaffen das nicht, ich brauch ganz, ganz viele Pflegekräfte". Dann kommt das warum und dann folgt die Stille. Das passiert wenn wir nicht detalliert sagen können warum ist es denn so, wo liegen unsere Aufgaben.....

Aber nun gut, da du aber auch nicht gerade über das Wissen verfügst um zu beurteilen was Führungskräfte tun, ist es auch müssig jemanden dieses zu erklären. Glaubst du den wirklich, dass Pflege so bestehen und Funktionieren kann, wenn es für jede Aufgabe und Fragestellung einen eigenen Ansprechpartner gibt und nichts irgendwo gebündelt wird um die Interessen zusammenzufügen? Bist du den so sicher das man wirklich einen Verwaltungsdirektor brauch wenn auch jeder dehergelaufene Straßenköter es ebenso machen könnte, da er sich ja die Fachkompetenz beratend zu Seite holen konnte? Ist es dann nicht auch möglich auf Chirurgen zu verzichten, da es einem Handwerk sehr ähnlich ist und jeder anzulernen ist der ein klein wenig Geschickt ist? Zeigen uns den nicht auch die Ereignisse des Lebens das der Arzt ein augenscheinlich überbewerteter Beruf ist, wenn sogar Hochstapler diesen hervorragend ausgeübt haben ohne jemals promoviert zu haben?

Also im Grunde genommen entnehme ich dem, dass wir garnichts brauchen. Wir haben doch alles. Wir funktionieren und gut iss. wir nehmen das was man uns gibt. Visionen braucht man nicht, da Pflege eh nur ein überbewerteter Hilfsberuf ist.

Gott sei Dank gibt es von deiner Sorte nicht so viele, da der Rückschritt in die Bedeutungslosigkeit vorprogrammiert wäre.

Ich möchte dich wirklich nicht angreifen, doch machen mich diese Äußerungen nachdenklich, da ich jeden Tag dafür kämpfe das Pflege nicht zum Fußabtreter aller anderen wird.

Auch wenn ich jetzt schon weiss, dass du immer den letzten Beitrag schreibst und auch sehr auf deine eigenen wahrscheinlich schlechten Erfahrungen baust, ist es doch vieleicht lohnenswert nicht immer das schlechte zu sehen und eine Vision nicht einfach aufzugeben.

Hat denn nicht alles was es gibt mit einer Vision begonnen? Hätte ich die nämlich nicht, bin ich wirklich am falschen Ort und in der falschen Position.

Ich muss aber schon gestehen, dass du schon jemand bist mit dem ich gern mal einen ausdiskutieren würde.

Grüßle
Hame
Hametum ist offline  
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Alt 11.03.2010, 11:55   #33
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Standard AW: Krankenhausleitung nur durch Verwaltungs- und Ärztlichen Direktor?

Liebe Kollegen,
bitte schlagt euch nicht... Ich habe nicht erwartet das meine Frage eine Grundsatzdiskussion über die Entwicklung unseres Berufstandes los tritt. Ich verstehe die Bemerkungen von Elisabeth Dinse als ironisch bis zynisch und vieleicht als Ausdruck einer mittelstarken Frustration. Für mich gibt es an anderen Stellen im Forum hinweise, dass du durchaus Befürworter einer Professionalisierung bist. Also die Entwicklung eines originären Tätigkeitsfeldes, Selbstverwaltung und( Mit)- Bestimmung von Ausbildungsinhalten- nur das du die Instrumente , die zur Zeit angewendet werden, nicht für richtig hältst, und glaubst , dass die jetzigen Akteure in unserem Beruf uns teilweise von diesem Ziel entfernen.
Ich bin mit Hametum einer Meinung, dass Pflegemanager eine grundsätzliche Kenntnis vom Pflegealltag haben müssen, um dann Strukturen schaffen zu können, die Pflege ermöglicht. Auch einem gut beratenen Geschäftsführer mit BWL-Studium werden einige Forderungen unverständlich bleiben, weil ihm die Innenansicht fehlt ( in meinem Fall z.B. rechtzeitige Qualifizierung von Mitarbeitern vor Start des beschriebenen Projektes).
Liebe Elisabeth Dinse , du magst recht haben, wenn du sagst, dass die Pflege sich Ihr eigenes Grab gräbt, wenn sie sich z.B. über Theorien und aus anderen wissenschaftlichen Bereichen ausgeliehene Konstrukte wie Pflegeprozess lustig macht.
Ich glaube unser Beruf befindet sich in einem dynamischen Prozess, der lange noch nicht abgeschlossen ist. Ob die Richtung mehr zum anglo-amerikanischen Vorbild oder zurück zur Mutterhauspflege-Ideologie zeigt, ist leider von vielen Faktoren abhängig, die nicht alle von uns beeinflussbar sind. Aber ich glaube, dass die nächste Generation von gebildeteren und (dadurch)selbstbewussteren Kollegen an der eigenen Zukunft mitarbeitet.
Gruß aus Hessen
Pflegeprofi ist offline  
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Alt 11.03.2010, 12:27   #34
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Standard AW: Krankenhausleitung nur durch Verwaltungs- und Ärztlichen Direktor?

Eine so gravierende Veränderung, wie sie derzeit dringenst nötig wäre, lässt sich nicht (mehr) top down bewerkstelligen. Und Button up sind uns in den letzten Jahren viele Pflegeexperten verloren gegangen bei der unseeligen Einführung von Checklisten und Drehbuchstandards.

Checklisten und Drehbuchstandards wurden benutzt um eine Pseudoqualität nachzuweisen. In der Regel wurden sie den MA vorgelegt mit der Aufforderung: MDK, oder wäre auch immer, verlangt eine entsprechende Doku. Hintergrundswissen wurde nicht abverlangt. Gelesen, angekreuzt, gelocht, abgeheftet.
Nicht wenigen Einrichtungen war selbst die Erstellung diverser Standards noch zu teuer und man hat die Dinger eingekauft. Genau, wie man die Checklisten aus dem Netz geladen hat. Fobis in die Richtung wären teuer gewesen und man hätte den MA im Vorfeld mit Nachdruck den Pflegeprozess vermitteln müssen. Denn was nutzt eine Checkliste, wenn ich daraus keine eigenen Handlungsstrategien ableiten kann sondern wieder auf Rezepte angewiesen bin. Der Mensch ist so facettenreich, dass es sich nicht in eine quadratische Standardform pressen lässt.

Jeder Verwaltungsdirektor wird sich an den Checklisten und Drehbuchstandards orientieren. Wir haben in der Standardisierungswut ja selbst die kleinste Kleinigkeit beschrieben. Jetzt kommt diese unüberlegte Handlunsgweise als Bummerang zurück. Und wir beschweren uns, weil wir von dem Teil voll getroffen werden. Aber nicht der Verwaltungsdirektot hat ihn losgeschleudert sondern die eigenen Reihen haben nicht protestiert sondern fein mitgemacht.

Elisabeth
Elisabeth Dinse ist offline  
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Alt 11.03.2010, 16:36   #35
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Schlagen tun wir uns sicher nicht eher glaube ich das Elisabeth jemand ist mit der man sicherlich richtig nett ein ausdiskutieren kann. Wäre bestimmt eine Interessante Geschichte ;). In vielen Punkten hat Elisabeth nicht ganz unrecht und die Grenze des erträglichen ist erreicht. Doch ist jetzt nicht die Zeit den Kopf in den Sand zu stecken, sondern sachlich zu argumentieren und der Pflege Gehör zu verschaffen.

Die letzten Jahre sind nicht die Jahre der Pflege gewesen, doch ist es jetzt umso wichtiger sattelfest zu bleiben.

Grüßle
Hame
Hametum ist offline  
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