Pflege im Intimbereich

leonzio

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20.01.2010
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Gesundheits-und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Interdisziplinäre Intensivstation
Hallo zusammen,

ich habe mir letztens ein paar Gedanken gemacht über die Intimpflege bei den Patienten.
Ich habe versucht, mich in die Lage eines Patienten zu versetzen, der im Intimbereich sauber gemacht werden muss.
Das muss bestimmt ganz schon unangenehm für ihn /sie sein, wenn ein wildfremder Mensch in ihre intimste Sphäre eindring (bitte nicht wortwörtlich nehmen).
Und wie geht ihr damit um? Fällt euch das schwer, redet ihr dabei mit dem Patienten?
Nur ein paar Überlegungen einer zukunftigen Auszubildenden......

Liebe Grüße
leonzio
 
also mich würde das auch interessieren. aber da kannst du bestimmt auch die kolegen an der arbeit dann fragen wie die das handhaben und empfinden ;-) aber vllt ist ja hier jemand, der daszu was schreiben will/kann ;-)
 
Hallo Leonzino,

Du hast vollkommen recht, es ist für den Betroffenen oftmals sehr unangenehm. Nach meiner Erfahrung ist es für die meisten Patienten hilfreich, wenn man die Intimpflege ebenso professionell erledigt, wie andere Tätigkeiten auch.
Der Patient wird über die anstehende Tätigkeit informiert, man trägt Handschuhe und macht einfach. Die meisten Patienten wurden schon öfter gewaschen und wirken nicht mehr allzu schamhaft. Außerdem haben Frauen zumeist Vorerfahrungen mit gynäkologischen Untersuchungen, die die Intimsphäre stärker verletzen, als die Reinigung der äußeren Genitale.
Wenn es personell möglich ist wird die Intimpflege zumeist durch eine gleichgeschlechtliche Pflegeperson durchgeführt.

Ob man während der Intimpflege mit dem Patienten spricht kommt immer auf die Situation an. Ich unterbreche beispielsweise kein laufendes Gespräch, nur weil jetzt die Intimpflege "dran" ist. Wenn ich merke, dass es dem Patienten sichtlich unangenehm ist, spreche ich das offen an und entschuldige mich quasi dafür, dass ich die Intimpflege durchführen muss.
 
Wenn ich merke, dass es dem Patienten sichtlich unangenehm ist, spreche ich das offen an und entschuldige mich quasi dafür, dass ich die Intimpflege durchführen muss.

Warum bitte "entschuldigen" ?!
Das gehört nunmal zu deinem Job & dafür muss man sich weder rechtfertigen noch entschuldigen, immerhin tust du ja nichts unrechtes, wenn ein Patient ein Problem damit hat kann er es ja "verweigern"! :lol:

Ansonsten, klar ist die Situation unangenehm den jeder Mensch hat ein Schamgefühl wobei ich sagen muss, da muss man halt durch!
Wenn ich eine OP habe dann weis ich auch das diese mit Schmerzen verbunden ist...

Ich persönlich biete immer den Patienten an sich selbst den Intimbereich zu waschen falls möglich, ansonsten mache ich es selbst :wink:
 
Vieleicht weil eine Entschuldigung (so ganz am Rande, natürlich nicht gebetsmühlenartig) mehr Verständniss für die Notwendigkeit wecken kann,
als das gewisse Gefühl des unbehagens einfach tot zu schweigen.
 
@ Dr. Primar
Quasi = sozusagen

...spreche ich das offen an und entschuldige mich quasi dafür, dass ich die Intimpflege durchführen muss.

In der Praxis dann z.B. so: "Es ist mir klar, dass es Ihnen unangenehm ist, aber es muss sein", oder "es tut mir leid, dass ich Ihnen zu nahe trete, aber ich kann es nicht ändern"...
 
Vielleicht kann das hier eine Art Ideensammlung zum Thema werden.

In einem anderen Thread habe ich kürzlich gelesen, dass das gar nicht sprechen unter Umständen die Intimpflege überhaupt erst möglich macht. Ich fand diesen Tipp sehr interessant.

Ansonsten: Anleiten/mit einbeziehen vor Übernahme.

Elisabeth
 
hallo zusammen!

ich denke, jeder muss selber wissen wie er damit umgeht.
ich persönlich rede immer mit den patienten. ich erkläre was ich mache und "entschuldige" mich teilweise auch. (zum beispiel: ich werde ihnen jetzt die beine und den intimbereich pflegen und danach können sie den oberkörper am br waschen...) oft sag ich den patienten auch, dass ich verstehe, dass sie das unangenehm finden, dass es aber leider sein muss und erklären ihnen die "risiken" einer schlechten intimpflege.
generell muss ich sagen, dass frauen oft "lockerer" mit dieser art der pflege umgehen als männer. aber auch das ist verständlich, denn welcher mann findet es angenehm von einer jungen frau gepflegt zu werden... sollte es einem mann mal zu angenehm sein (ist oft unwillkürlich und für die betroffenen pat oft sehr unangenehm) leg ich ein handtuch über dessen intimsphäre und sag ihm, dass wir jetzt eine kleine pause machen. vor allem die ältern männer merken eine solche reaktion ihrerseits meist nicht und sind dann froh wenn die pflegekraft professionell damit umgeht.
generel gilt jedoch: was selber gemacht werden kann, soll selber gemacht werden. das heisst, wer sich am oberschenkel kratzen kann, kann sich meist auch den intimbereich waschen. UND: wenn immer möglich: die selbstständigkit des pat fördern! (auch im akutspital)

liebe grüsse, janine
 
Ich als Mann werde öfter mal zum Waschen von männlichen Patienten geschickt, ist auch angenehmer für den zu Pflegenden. Ich versuche auf den Patienten einzugehen, informiere ihn was ich gerade mache und versuche auch Ressourcen zu fördern. Bei Frauen, bei denen ich das Gefühl habe, dass es ihnen unangenhm ist, frage ich ob ich lieber eine Schwester/Schülerin holen soll.
Entschuldigen würde ich mich nicht für die Intimpflege, ist ja nicht so dass wir es aus Spaß an der Freude machen. Aber sieht nunmal jeder anders :)
 
also ich habe mittlerweile schon enige patienten gewaschen, gerade die die nach OP's nicht aufstehen konnten oder es so halt auch nicht mehr konnten.

wenn die patienten reden konnten, dann habe ich sie meistens in ein gespräch während der ganzen Körperwäsche verwickelt und aber zwischendurch immer wieder gesagt was ich nun amchen werde.

Also die pat. die ich bis jetzt hatte, ich hatte da kein schlechtest gewissen oder ähnlliches weil ich in ihre intimsphäre eingedrungen bin, sondern habe es aus pflegrische sicht als muss gesehen, da man sich den Po bzgl der Dekubitusgefahr angucken konnte, etc.

Ich hatte auch nicht das Gefühl, das den patientinnen es unangenehm war.

Aber den Männern war es schon unangenehmer, gerade die noch etwa mitbekommen, das ein junges Mädel die halt unten rum gewaschen hat. Gleichgeschlechtlich ging da z.b. nicht, weil auf der station nur ein männlicher pfleger war und der ja nun nicht immer da war.
Aber es war auch da in Ordnung, wenn man während dessen mit ihnen gesprochen hat.
 
Warum bitte "entschuldigen" ?!
Das gehört nunmal zu deinem Job & dafür muss man sich weder rechtfertigen noch entschuldigen, immerhin tust du ja nichts unrechtes, wenn ein Patient ein Problem damit hat kann er es ja "verweigern"! :lol:

Ansonsten, klar ist die Situation unangenehm den jeder Mensch hat ein Schamgefühl wobei ich sagen muss, da muss man halt durch!
Wenn ich eine OP habe dann weis ich auch das diese mit Schmerzen verbunden ist...

Ich persönlich biete immer den Patienten an sich selbst den Intimbereich zu waschen falls möglich, ansonsten mache ich es selbst :wink:


Andy... DU hast kein Schamgefuehl :mrgreen:
 
ich habe bisher 5 wochen als praktikantin in der pflege gearbeitet und zwar in einem pflegeheim. im vorfeld hatte ich auch extreme bedenken, wie ich das wohl hinkriege. dann bin ich nur wenige mal mitgegangen und hab zugesehen und schwupps war ich selbst dran. beim ersten oder zweiten mal fühlte ich mich noch etwas unwohl, aber da ich das dann ab der 2. woche 5-7 mal pro schicht gemacht habe (zuzüglich dem vorlagen-/windelnwechseln, wo man ja auch im intimbereich zugange ist), wurde es bald zur routine und die waschung wie eine in jeder anderen zone auch. man glaubt gar nicht, wie schnell das geht. und je selbstverständlicher und routinierter einem das von der hand geht, desto weniger unwohlsein empfindet auch der patient dabei.
glaubt mir. und ich bin wirklich auch eine, der nacktes ausziehen in der umkleidekabine auch nie spaß machte. bis vor einem jahr war das die hölle für mich, bis mein freund mich das erste mal in die saune mitnahm. war auch noch total schwierig für mich. aber ich fand die sauna so toll entspannend, dass ich das auch alleine gemacht habe im anschluss. allerdings dann nur im damenbereich. mittlerweile habe ich überhaupt keine rpobelme mehr. echt unglaublich. und ich dachter vorher, ich würd mich niemals mehr ändern.

aber noch eine anmerkung:
natürlich sollte man schamgefühle immer respektieren und behutsam damit umgehen. wir im altenheim haben auch mitunter frauen unter den bewohnern, die kriegsvergewaltigungen u.ä. ausgesetzt waren und entsprechend sehr sensibel bei der intimpflege reagierten. vor allem bei dementen kann das unterbewusstsein/ gedächtnis manchmal noch dinge hervorholen, die jahrzehnte verdrängt wurden.
 
Ich arbeite in der häuslichen Pflege und habe daher unterschiedlichste Erfahrungen gemacht mit recht unterschiedlichem Klientel. Dabei bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen:
Professionalität und Offenheit im Umgang mit der Intimpflege sind meine erste Wahl.
1. Professionelle Wortwahl: Besonders im Erstkontakt mit dem Patienten achte ich darauf die Dinge beim Namen zu nennen. Ich rede von Intimpflege und umgehe es nicht mit "unten rum frisch machen". Ich sage nicht Po, sondern Gesäß. Ich nenne die Dinge beim Namen: After, Scheide, Schamlippen, Vorhaut, Penis. Diese Begriffe sind selbst alten Menschen geläufig.:fidee:
2. Intimsphäre: Wenn ich über Themen spreche, die eventuell Schambehaftet sein könnten, tue ich es unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch bei einer Intimpflege oder Toilettengängen. So geht es NICHT:
Eigene Erfahrungen als Patientin in einem Krankenhaus:

  • Nach einer kleinen OP im Stationszimmer.
  • Ich verspüre Harndrang.
  • Schwestern wollen nicht, dass ich ins Bad gehe.
  • Holen Toilettenstuhl
  • Meine 2 Nachbarn schauen dabei zu, wie die Schwestern meinen Hintern lüften.
  • Ich kann nicht pinkeln...


  • Warteraum einer chirurischen Station/ Ambulanz
  • habe dicken Abzess in der Leiste, kann kaum laufen
  • ich klingle an der Stationstür
  • Schwester öffnet
  • "Ich soll hier herkommen"
  • "Warum?"
  • Hhm, komisch. Keiner bittet mich rein. Schwester steht in der Tür. Andere Frau 2 Meter von mir im Wartebereich.
  • Ich extra laut: "Ich habe einen schmerzhaften Abzess in der Leiste. Sind Sie für mich zuständig?"
  • Schicken mich zur Gynäkologie...
3. Offenheit mit einer gesunden Portion Distanz: Menschen sind häufig emphatische Wesen. Durch eine verhaltene ungeschickte Wortwahl und "Angstschweiß" wird der Zugang erschwert. Mache auch durch Mimik, Gestik und Professionelle Handlungsabläufe deutlich, dass Du weißt, was Du tust:

  • Vorstellung mit vollem Namen, Funktion und höfflicher "Begrüßung" - "Ich freue mich Sie kennen zu lernen" z.B., Händedruck
  • Grund des Erscheinens/ Hilfe anbieten
  • Prozedere erläutern
  • Besonderheiten erfragen
  • Hinweis: "Sollte Ihnen etwas unangenehm sein,...."
  • .....
  • .....
Mit Distanz ist nicht gemeint, dem Patienten durch Dein Verhalten zu signalisieren, dass Du ihn nicht wahrnimmst oder dir seine Persönlichkeit egal ist. Ganz im Gegenteil. Es bedeutet, dass Du ihm professionell nahe kommst:

  • keine Vorurteile, Ekel, Angst, Ablehnung, Rassismus, Intolleranz, Sexismus...
  • sondern den Patienten, seine Bedürfnisse, Ängste, Fähigkeiten... wahr nimmst, ernst nimmst und förderlich auf ihn einwirkst.
In gewisser Weise trägt das auch zum Selbstschutz bei.
Sicherlich ist diese Vorgehensweise nicht auf alle Menschen/ Patienten übertragbar, kann varriieren und muss angepasst werden.

Außerdem, das Geschlecht des Pflegenden spielt zwar eine Rolle, aber auf unterschiedlichste Art und Weise. So gibt es:
Frauen, die ausschließlich von Frauen gepflegt werden wollen,
Männer, die es ablehnen von Männern gepflegt zu werden,
Frauen, die sich darüber freuen von Männern geplegt zu werden,
Frauen, die sich darüber freuen von Frauen gepflegt zu werden,
Männer, die von Männern gepflegt werden wollen,
Männer, die sich freuen von Männern gepflegt zu werden,
Männer, die sich freuen von Frauen gepflegt zu werden.
Ich hoffe, Ihr versteht, wie ich das meine....:lol:

Es läuft nie nach einem wirklichen Schema ab.
"Was DU nicht willst, dass man dir tu´, das füg auch keinem andren zu" trifft es nicht immer.
Von einem selbst auf andere zu schließen, ist nicht das non plus ultra.
Emphatisch zu sein, ist eine Möglichkeit den richtigen Weg zu finden
 
@josi: ich finde deine tipps echt super.
vieles davon hab ich unbewusst genauso gemacht.

ich finde es auch ganz wichtig, nicht um den schambereich herumzureden und die dinge beim namen zu nennen: penis, scheide usw.

ein sachlicher umgang ist ganz wichtig. eben auch nichts zu verniedlichen mit "popo" usw.
ein erwachsener mensch möchte als soclher wahrgenommen und respektiert werden.
 
ich finde es auch ganz wichtig, nicht um den schambereich herumzureden und die dinge beim namen zu nennen: penis, scheide usw.

ein sachlicher umgang ist ganz wichtig. eben auch nichts zu verniedlichen mit "popo" usw.
ein erwachsener mensch möchte als soclher wahrgenommen und respektiert werden.
Sagst du, dürfte aber individuell sein.

ich pers würde mich zB weniger peinlich berührt fühlen, wenn eine PK sagen würde: "Ich wasche sie jetzt noch unterum", statt "Ich wasche noch Ihren Penis"... oÄ. Nur als Beispiel :)

Auf Nachfrage kann man immernoch direkt werden.
Auch durch drumherum reden oder auch mal "verniedlichen" (Popo) kann man ein wenig das Schamgefühl nehmen...

Aber: Ist halt individuiell...
 
Sagst du, dürfte aber individuell sein.

ich pers würde mich zB weniger peinlich berührt fühlen, wenn eine PK sagen würde: "Ich wasche sie jetzt noch unterum", statt "Ich wasche noch Ihren Penis"... oÄ. Nur als Beispiel :)

Auf Nachfrage kann man immernoch direkt werden.
Auch durch drumherum reden oder auch mal "verniedlichen" (Popo) kann man ein wenig das Schamgefühl nehmen...

Aber: Ist halt individuiell...

Ich sehe das genauso.
 
Mitte Januar kam ich als Notfall (Magenblutung) in die Klinik, zeitweise war ich auch bewusstlos, manches bekam ich aber doch mit. Dazu muss ich aber schreiben, dass ich als 73jähriger zum ersten Mal im Leben ins Krankenhaus gekommen bin. In der Notaufnahme wurde mir zuerst ein Blasenkatheter gesetzt(das heißt,sie versuchten es), was aber bei mir schwierig war. Ich habe Schwierigkeiten, bei mir die Vorhaut meines Gliedes zurückzuziehen.
Drei Frauen standen um meinen entblößten Unterleib herum und schauten zu; wie eine vierte Schwester versuchte, bei mir die Vorhaut zurück zu ziehen(sie rief dabei laut: der hat ja eine Phimose). Irgendwie schaffte sie es dann doch. Ich empfand es aber doch als unangenehm für mich, mit entblößtem Unterleib vor vier Frauen zu liegen. Aber wenn man viel zu schwach ist und auch zeitweise das Bewusstsein verliert bzw. eine Narkose zur Magenspiegelung bekommt, ist einem das dann irgendwann doch egal. Ob ich im Bett mal gewaschen wurde, habe ich nicht mitbekommen.
Da das Bett für einen anderen nachfolgenden Notfall gebraucht wurde, kam ich nach einem Tag auf die Normalstation.
Dort wurde ich von Schwestern vollkommen entkleidet im Bad mit Unterstützung gewaschen. Auch hier musste ich mich überwinden, dass das Pflegepersonal mich nackt sah und auch im Intimbereich gewaschen hat. Aber die Vorhaut meines Penis wurde mir nie zurückgezogen. Eine Woche später wurde mir von zwei Schwestern wegen erheblichen Schmerzen in der Blase und Harnröhre der Blasenkatheter gezogen.
Wenige Tage später stellte eine Ärztin eine volle Blase und Harnverhalt durch die Prostata fest und es wurde mir nahegelegt, erneut einen Blasenkatheter zu legen. Der Blasenkatheter wurde dieses Mal von zwei Frauen gelegt, wobei beide auch Schwierigkeiten mit dem Vorhaut zurückziehen und Katheter einführen hatten. Mit zunehmender Erholung und körperlicher Kräftigung konnte ich meine Waschungen alleine erledigen. Nach zweieinhalb Wochen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und bekam auf Empfehlung eine häusliche Pflege für die Anfangszeit. Keine der bisher erschienenen Pflegerinnen des ambulanten Pflegedienstes zogen mir die Vorhaut zurück; alle stellten aber fest,
dass ich auf beiden Seiten in der Leiste wund war und rieben mir nach der Dusche die wunden Stellen ein.
In der folgenden Woche wurde der Katheter von einem ambulanten Urologen entfernt. Auch dessen Mitarbeiterin hatte bei einer zuvor erfolgten Blasenspiegelung auch schon das Problem mit meiner Vorhaut. Früher konnte ich ohne Probleme die Vorhaut über die Eichel ziehen; seit ich aber zusätzlich schon mehrere Jahre zuckerkrank bin und ich weiß, dass daher die Haut nicht mehr so dehnbar ist und dabei gerne einreißt. Da es sich nach Ansicht des Urologen bei mir nur um eine leichte Phimose handelt, bekam ich daher eine kortisonhaltige Salbe zur Behandlung verschrieben.
Zusammenfassend war der Klinikumsaufenthalt sowie die Behandlungen beim Urologen durch Frauen eine erkenntnisreiche Erfahrung mit dem eigenen Schamgefühl und dem Eindringen von fremden Frauen bzw. Personen in meine Intimsphäre; erlaube mir aber zu schreiben, dass es offensichtlich auch den Pflegerinnen ebenso ergeht und dass sie das Gesehene gerne hinterher geistig ausblenden, auch wenn es gelegentlich wie bei mir durch Berührungen zu leichten Erektionen gekommen ist.
Das wäre meine Erfahrung über Pflege im Krankenhaus oder Vorabhandlungen durch Frauen beim Urologen im Umgang mit der Intimsphäre.
Mein Bettnachbar im Klinikum und ich haben aber bei der Intimpflege durch das weibliche Pflegepersonal nie anzügliche Bemerkungen gemacht oder die Pflegerin begrabscht. Wenn man selbst mit entblößtem Unterleib daliegt; dann will man ja auch nicht, dass die Pflegerin diesbezügliche Bemerkungen über die eigenen Geschlechtsorgane macht, es sei denn, man ist derart ungepflegt und stinkt. Dann sollte gerade das ein Signal für Abhilfe sein, wenn das durch die Pflegerin diskret unter vier Augen geschieht. Meines Wissens ist das aber auch für die Pflegerin sehr unangenehm und ekelerregend.
 
Mein Bettnachbar im Klinikum und ich haben aber bei der Intimpflege durch das weibliche Pflegepersonal nie anzügliche Bemerkungen gemacht oder die Pflegerin begrabscht.
Na das will ich ja wohl stark hoffen!!!! :evil:

Muss man sowas betonen? Hältst Du es für eine herausragende Leistung, simplen Anstand zu zeigen?
 
Ich find den ganzen Bericht etwas eigenartig.

Da war wohl viel Kopfkino unterwegs wenn man sowas unbedingt in einem Fachforum an zwei stellen, nieder schreiben muß.
 
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Reaktionen: Martin H.
An renje:
ich habe das noch hinzugefügt auch stellvertretend für meinen Bettnachbarn, dessen Tochter in der Pflege tätig ist.
Bei seinen Krankenbesuchen hat seine Tochter nie etwas davon erzählt, er selbst aber jede Menge. Da soll es die ganze Bandbreite von sexistischen Äußerungen und Betatschereien von Patienten gegenüber vor allem jungen Pflegerinnen gegeben haben.
Auch meine Nichte arbeitet im Pflegedienst in einer Außenstelle des Klinikums(z.Z. in der Palliativstation) auch sie hat die ganze Bandbreite an sexueller Anmache von Patienten als Azubi kennengelernt. Das geht von endloser Peniswascherei des stinkenden Geschlechtsteils bis zur übertriebener Hilfeforderung beim Wasserlassen oder Halten der Urinflasche, wenn der Patient es auch selbst bewerkstelligen könnte. An einen Ausspruch von ihr kann ich mich noch gut erinnern, wenn sie zum Dienst gehen musste: Hoffentlich ist der alte geile Bock schon weg ?
Die drei Dinge aus dem Zitat des Gerhard Bronner, die sich ihrer Meinung nicht vereinen lassen möchte ich so darstellen: Nazi kann man sein,
muss man aber nicht. Besonders intelligent muss man auch nicht sein, aber soviel Anstand und Charakter sollte man schon haben.
Man sollte immer an seinen Ruf und Ansehen denken, sonst fällt das immer auf sich selbst zurück.
 

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