Pflege bis zum Rentenalter - Ist das realistisch?

Heimann-Heinevetter

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Hallo zusammen,

die Überschrift sagt es schon. Rente mit 67 :rofl:, wenn ich mir das so vorstelle mit 66 jahren noch aktiv in der Pflege zu arbeiten, ich halte es für ziemlich unrealistisch. Wie denkt Ihr darüber?

Ich persöhnlich habe in meiner beruflichen Laufbahn (und es sind schon über 22 Jahre) gerade mal vier aktive Pflegekräfte erlebt die in Rente gingen. Mit aktiv meine ich z.B. Arbeiten im ganz normalen Stationsbetrieb.

Andreas

Ich denke ab einem gewissen Alter beginnt man sich "Nischen" im Pflegebetrieb zu suchen um die aktive Pflege zu verlassen.
 
Jepp, ich kann mir auch nicht vorstellen bis 67 Jahren auf Station aktiv zu sein. Hm ich mach mir da auch schon Gedanken, was ich dann machen möchte, wenn ich vielleicht mit 60 Jahren nicht mehr in der Lage bin (aus welchen gründen auch immer) aktiv am Pflegeprozess als Pflegekraft teilzunehmen. Ich habe bisher noch keine Schwester gesehn, die bis zur Rente auf Station arbeitet. Außerdem, wie soll das aussehen??? Hat dann jede Schwester ab 60 Jahren Ihren persönlichen Zivi, der besagte Schwester mit den Rollstuhl über Station schiebt und die Patienten dann betten, Körperpflege usw durchführt :lol:
 
Ich war vorher auch auf einer sehr pflegeintensiven Station, bin nun auch schon 22 Jahre in der Pflege. Bin jetzt freigestellte Praxisanleiterin:cheerlead:und liebe meinen Job wieder.
Ich habe als junge Schwester auf der Station eine alternde Dauernachtschwester erlebt, die alleinerziehend Zeit ihres Lebens Vollzeit gearbeitet hat, erstmal RESPEKT!!! Aber sie war dermaßen unzufrieden und hatte keine Geduld mehr mit den Patienten, sie nörgelte, schimpfte. Ich schwor mir damals, wenn ich einmal soweit bin, rechtzeitig den Absprung zu schaffen.
 
In dem Haus, an dem unsere Schule angeschlossen ist, gibt es noch Ordensschwestern die weitaus älter als 67 sind und täglich ihren Dienst versehen. Allerdings machen sie nicht mehr die körperlich anstrengenden Arbeiten. Sie helfen bei der Essensausgabe, stellen Medikamente, betreuen die Patienten, räumen auf...
Ansonsten habe ich allerdings auch nur selten Kollegen erlebt, die bis zur Rente im normalen Stationsdienst mitgearbeitet haben. In dem Haus, in dem ich vor der Weiterbildung über 10 Jahre beschäftigt war, gab es verschiedene Bereiche, in denen Kolleginnen, die körperlich nicht mehr für den Stationsdienst geeignet waren eingesetzt wurden, z.B. auf einer nuklearmedizinischen Station, wo wenig Pflege und dafür viel Verwaltungsarbeit und auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausgeführt wurden.
Da wir in den kommenden Jahren immer mehr ältere Kollegen/innen haben werden, bin ich gespannt, wie sich das entwickeln wird. Ich denke wir müssen uns darauf einstellen und die Arbeiten auf den Stationen anders zu verteilen, die Berufserfahrung die man mit 60+ hat ist auch eine Menge wert.
 
Mein Vater hat ist mit 60 Jahren in Altersteilzeit gegangen und konnten dann mit 61,5 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen.Er war Leitung einer Zentralambulanz...also Stress pur.Er hat meinen vollen Respekt,denn ich weiss nicht,wie ich in dem Alter drauf sein werde und so einen Job noch machen könnte und wollte???
Leider bleibt einem ja nicht viel anderes übrig...Habe jetzt einen Job als Gruppenleitung und merke schon,dass es gut tut,sich auch mal aus der Pflege rausnehmen zu "dürfen"...mache das schliesslich auch schon 24 Jahre (inklusive Ausbildung)...
Ich glaube,mein Vater ist ein Ausnahmefall,denn ich sehe kaum noch ältere Kollegen,die meisten scheiden eher aus Krankheitsgründen aus...
 
Hallo zusammem,

also ich persönlich kann mir Arbeiten bis zum 67. Lebensjahr nicht vorstellen.
Die meisten meiner Kollegen sind vorzeitig in Rente gegangen.
Der älteste ist jetzt 64 J., macht noch vollen 3-Schichtdienst (auf Akutpsychiatrie), allerdings in der Nacht 2 Personale. Der hört jetzt aber auch bald auf, ist auch öfter krank und somit nicht sinnvoll planbar.
Ich würde vielleicht bis 55 Jahre 3-Schichten mitmachen (schlaucht doch ganz schön) und dann evtl. 2-Schicht, mir mehr Zeit für die Azubis nehmen.
Man sollte ja auch den jüngeren Kollegen nicht im Wege stehen und kann diesen durch die längere Erfahrung als eine Art Berater zur Seite stehen (nicht Besserwisser:besserwisser:).
Aufhören würde ich dann situationsabhängig, kommt auf den gesundheitlichen Zustand und andere Faktoren an.
Ich denke man kann nicht in jeder Branche bis 67 arbeiten.
Auf dem Bau geht das schon mal garnicht, im Büro wohl eher.

LG Delta:cheerlead:
 
Hallo
Ich arbeite seit ca. 30 Jahren im Krankenhaus und habe noch keine Schwester erlebt die bis zum Rentenalter in der Pflege voll mitgearbeitet hat.
Die eine oder andere Stationsleitung hat es bis zur Rente geschafft, die war dann aber nur noch Administrativ tätig.
Wenn ich bis 67 arbeiten muß dann war ich 51 Jahre lang in der Pflege tätig und dann wahrscheinlich so kaputt daß ich selber Pflege benötige.
Vielleicht schaffen wir es ja daß man als Schichtdienstler schon mit 60 Jahren berentet werden kann, wenn ich richtig gelesen habe, dann ist das bei der Polizei schon so. Weil der Schichtdienst so belastend ist.
Ich guter Hoffnung
Alesig die gerne mit 60 in Rente gehen würde.
 
Wie man so lesen kann, ist jeder hier der Meinung, das man mit 60+ kaum noch mit vollen Einsatz in der Pflege arbeiten kann und möchte. Ich hab mir gedacht, das ich so mit 50 oder vielleicht eher in der Richtung Lehrausbildung arbeiten werde.
 
Position des DBfK zu Rente mit 67Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sieht und anerkennt die Herausforde-rungen der demographischen Entwicklung für die Sozialversicherungssysteme in Deutsch-land. Die Absicherung der Rente hat dabei einen hohen Stellenwert. Angesichts der schrittweisen Verlängerung des Rentenalters auf 67 Jahre wollen wir als Berufsorganisation der Pflegeberufe auf einige spezifische Problemlagen hinweisen und fordern von der Politik entsprechende Regelungen ein.
...
http://www.dbfk.de/download/download/dbfk-position-Rente-67-2010-12-01.pdf

Elisabeth
 
Für eure eigene zukunft!

Heute erst habe ich diesen Beitrag gefunden.
Ich fühle mich - diskriminiert - ausgegrenzt - meine Professionnalität in Frage gestellt - und das, von denen die es wissen müssten!
Warum arbeiten wenige Ältere weiter?
Warum werden sie hart - nörglerisch - unausgeglichen - burnoutnah -usw?
Warum - aus den gleichen Gründen - wie viele Andere dieser Generation!
Sie haben immer die Familie - den Beruf - und ihre Ethik vor Eigeninteressen gestellt!
Sie haben aus Überzeugung und zum Wohl des Patienten unbezahlte Überstunden gemacht, bis sie einsehen mussten, daß nur der Krankenhausträger davon profitierte!
Teilzeit für die Familie gearbeitet - bis sie einsehen mussten, daß nur der Partner in seiner Rentenversicherung davon profitierte !
Von den jungen Kollegen verlacht und nicht für voll genommen wurden usw...
MEIN GOTT ich war auch einmal 30 und dachte wie hier im Forum geäussert.
Jetzt mit einer minimalen Rente - eben wegen all der genannten Vorkommnisse - muss ich arbeiten und würde es auch!
Ja, wenn die Bedingungen stimmen würden!
Einstiegsgehalt = Grundlohn nach Ausbildung, schlechte Arbeitsbedingungen, nicht solidarische Kollegen, Kollegen ohne Vertrauen und der Protektion welche jungen Einsteigern entgegen gebracht wird.
Eine junge Kollegin sagte mir direkt ins Gesicht: "Wegen Dir bekomme ich die Stelle nicht, du hast meinen Posten, geh in Rente!"
Es beginnt Mobbing - ignoriert von Kollegen - inofficiel unterstützt von Vorgesetzten - bis man zusammen bricht! Dann sagt jeder "Ach war doch zu erwarten - Burnout - sie/er ist ja schon fast 60!"
FAKT ist - die Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert - die Solidarität auf den Stationen hat abgenommen - Häkchen gemacht obwohl nicht ausgeführt(nur um das Soll zu erfüllen) - ach es gibt soviel was man sagen könnte...
WIE kann man es besser machen? Versucht Eure älteren Kollegen und die Umstände ihrer beruflichen Laufbahn zu verstehen - lernt daraus und macht es besser! FÜR EURE EIGENE ZUKUNFT!
Petra
 
WIE kann man es besser machen? Versucht Eure älteren Kollegen und die Umstände ihrer beruflichen Laufbahn zu verstehen - lernt daraus und macht es besser! FÜR EURE EIGENE ZUKUNFT!
Petra

Hallo, Petra,

du klingst sehr bitter und deine Lebensgeschichte gibt dir wahrscheinlich alles Recht dazu. Aber, grundsätzlich muss ich dir Recht geben. Das merke ich aber erst, seitdem ich selbst alt werde. Und das Zitierte, möchte ich fett unterstreichen !
Gruss, Marty
 
Unsere Nachfolger machen es besser. Sie stellen ihre eigenen Bedürfnisse nicht hinten an. Nur- leiden dann die Älteren darunter. Es ist eine verzwickte Situation, in der wohl nur jeder jedes mal neu entscheiden muss, wie weit er gehen kann und will. Gegenseitige Vorwürfe bringen da nix.

Interessant finde ich unter dem Aspekt, dass es in allen Altersgruppen sowohl total erschöpfte als auch weniger belastete Kollegen gibt. Da beide den gleichen harten Bedingungen ausgesetzt sind, muss es andere Ursachen haben, warum die einen ständig über ihre Grenzen gehen, die anderen nicht. Die oft erwähnte Zusatzrolle der Mutter und Hausfrau passt auch nicht. Ich komme aus einem Landesteil, in dem es normal war, dass man trotz Kindern Vollzeit gearbeitet hat- nicht selten auch im Schichtsystem. Vielleicht waren die Männer hier anders. Oder die Frauen hatten mehr Selbstbewusstsein. Keine Ahnung.

Elisabeth
 
Druck durch Kollegen ist enorm

Vielen Dank Marty!
Die Bitterkeit zwischen den Zeilen, spiegelt das wieder was ich bei anderen Kollegen erkannte, erzählt bekam und auch recherchierte.
Meine Ausbildung absolvierte ich bei kath. Ordensschwestern - eine harte Zeit und doch möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Diese Frauen arbeiteten lange über das Rentenalter hinaus - aber bemühten sich trotzdem um Toleranz und Wärme. Fiel Ihnen nicht leicht.
In späteren Jahren mit zunehmendem Fortschritt in Pflege und Medizin, veränderte sich dieses Verhalten gerade auf den Stationen des Öffentl Dienstes und den privaten gewinnorientierten Krankenhäusern. Es ging nur noch um Plegedokumentation - Häckchen machen usw.
Betten turnusmässig machen, Lagerungen, Zuspruch, Kontrolle von angehängten Infusionen sind zur Nebensache geworden. 15 Min max für eine Grundwäsche und Bett richten beim 1.OP-Tag. Brauchst du länger gibt's Ärger mit dem Hinweis der Jüngeren "in der Zeit schaffe ich zwei" . Der Druck durch Kollegen ist enorm. Sie sehen nicht, daß gerade dieses Verhalten unsere Gesamtsituation verschlechtert. Gerade Jungschwestern haben oft zu mir gesagt: "Ich bin doch nicht in diesem Beruf um Papiere auszufüllen."
Ich erinnere mich an einen Kurs von 15 jungen Kolleginnen, welche nach 5 Jahren mir berichteten, daß nur noch 6 von ihnen den Beruf ausübten. Gab mir zu denken!
Auch Wiedereinsteigerinnen wird es nicht leicht gemacht, gerade hier hört man zwischen den Worten "Sei froh für die Arbeit zum Mindeslohn, du bist ja schon alt!"
Jetzt arbeite ich im Ausland, es ist nicht leichter, aber zumindest bekomme ich eine gerechte Entlohnung im Verhältnis zu Deutschland!
 
Ich hab den Beruf auch nicht erlernt, um nur zu waschen, zu füttern und trocken zu legen. Meine Aufgabe findet sich im KrPflG § 3 wieder. Leider wird dies in der Realität kaum gelebt. Warum man sich an die Dokumentation klammert? Weil ihnen die moderne "Mutter Oberin" sagt, dass diese am wichtigsten ist? Und diese "Mutter Oberin" erhält ihre Richtlinie von ihrem Vorgesetzten. Und dieser wiederum von der Krankenkasse. Die Leistung der Krankenkasse wird von dem politischen Vorgaben diktiert. Und die politischen Vorgaben entsprechen denen der Bevölkerung, die Pflege möglichst zum Nulltarif haben will- analog zum Dienst der Ordensschwester. Dabei wird gerne vergessen, dass auch diese nicht allein von Gottes Wort leben konnten.

Pflege fehlt es an Selbstbewusstsein- auch weil sie immer noch in der Tradition der Ordensschwestern steht. Die taten, was ihnen aufgetragen wurde und das ohne Widerspruch. Widerspruch wird heutzutage immer noch geahndet. Und genau diese Konsequenz fürchten Alte und Junge.

Elisabeth
 
wir nicht die Sklaven der Nation sind

Kein Widerspruch - zu Elisabeths Beitrag.

Ordenschwestern bekamen ebenfalls einen Lohn (entsprechend den Freien Schwestern, welcher jedoch auf ein gemeinsames Ordenskonto ging). Widersprochen haben sie oft! Jedenfalls ist das meine Erinnerung.

Selbstbewußtsein beginnt mit Respekt - Andere und sich selbst respektieren bedeutet auch einfordern desselben.
Wir sind Pflegekräfte, keine Ordensfrauen - wir erbringen Leistung und wollen dafür entsprechend entlohnt und die Grundlagen für professionnelles Arbeiten erhalten ohne an oder durch unsere Arbeit aufgefressen zu werden.
Professionnelles Pflegen beginnt dann, wenn alle Beteiligten einsehen, daß wir nicht die Sklaven der Nation sind.
 
Nach meiner Meinung die Rente mit 67 Jahren ist eine gute Strategie, um hier Einsparungen zu betätigen. Die Bevölkerung wird älter. Es hapert an der Nachwuchs. Die Rente muss bezahlt werden an den die nicht mehr produktiv sind. Lässt man sie weiter arbeiten, erledigt sich das Problem von alleine. Dazu erden die Alten in solchen Berufen wie unserer am Ende seines beruflichen Werdeganges schnell verbraucht als die, die früher in die Rente gehen könnten. Das bedeutet; kürzere Lebensspanne in der Rente. Wenn man sich früher abseilt, von dem 67 Lebensjahr, und die Rente eintrit, muss mit Kürzungen sich abfinden. Auch da kann man dann gut auf der Rente sparen. :zunge: Anderes kann ich mir das Ganze nicht erklären. Ich glaube nicht, dass ich es schaffe bis 67 Lebensjahr in der Geronto/Psychiatrie aktiv tätig zu sein. ich kann mir nicht vorstellen mit 67 Jahren einen 30 jährigen Korakow-Patienten aus dem Bett auf einen Toilettenstuhl zu transferieren, oder 80/90/110 Kg schwere Kunden zu heben. Ich vermute, dass sich in dem bereich, von Seite der Politik, nichts ändern wird.
 
@birke:
Ich vermute, dass sich in dem bereich, von Seite der Politik, nichts ändern wird.
warum sollte DIE POLITIK was ändern? Die sind doch in dem Job nicht tätig und heben auch nix.
und wenn die Betroffenen nichts ändern, warum sollten es denn irgendwelche Anderen tun?

Rente mit 67 - ja warum nicht - natürlich nicht in allen Bereichen der Pflege - klar - aber was unterscheidet uns da zu anderen körperlich anstrengenden Berufen, die sind in der selben Predulie.

Wir brauchen Lösungen und kein rumgejammer - aber dazu benötigen wir ne schlagkrätige Organisation (Kammer) bzw. hohen Organisationsgrad (z.B. verdi) - siehe Piloten um mit 55 in Rente gehen zu können.:fidee:

Aber ist ja soviel einfacher zu Jammern und sich zu beschweren dass die Anderen, vorzugsweise DIE POLITIK nichts macht.
 
Ich möchte nur mal anmerken, dass die Pflege nicht der Nabel der Welt ist. Und vielleicht schaffen es ja die bei Verdi organisierten Müllmänner auch für uns eine Absenkung des Rentenalters zu ereichen. Wenn ich da auf die Aktivität aus den eigenen Reihen warte, dürfte mich wohl eher die Erde decken als das sich da was bewegt. Jammern ist halt einfacher, vor allem das anonyme Jammern.

Elisabeth
 
Kammer ist nicht immer die richtige Antwort

In Frankreich gibt es eine Kammer seit ein paar Jahren. Sie hat Mühe die Probleme anzufassen, da sie um den eigenen Nabel tanzt -
Nach Gründung begann erst Aufstieg, dann Niedergang - Misswirtschaft der Beiträge, Insolvenz - neue Direction, Reduzierung der Anlaufstellen für Fragen der Schwestern/Pfleger. Polemik gegen die Freien Schwestern...etc...wenig Innovation für die Probleme der Pflegenden

Das schlimmste ist jedoch, nach meiner Meinung, daß keine Krankenschwester ohne Erlaubnis der Kammer mehr arbeiten darf.
Erst neuer Papierkram, Annerkennungsprotokolle usw...ohne Beitrag (ca 70€ jährlich) geht garnichts. Freie Entscheidung ob Beitritt oder nicht, exisitiert nicht!
Wir haben doch alle unser Diplom, anerkannt und bestätigt - brauchen jedoch zusätzlich die gesamte "Paperasse" noch einmal.

Wir sind selbst Schuld, was nutzt eine Kammer (ein weiterer Wasserkopf) wenn wir nicht einmal auf der Station uns gegenseitig den Respekt und die Achtung zollen, welche Jede/r von uns ( egal ob er nach eigener Meinung gut oder schlecht arbeitet ) verdient!
JA WIR VERDIENEN GEGENSEITIGE ACHTUNG -IST DIE NICHT VORAUSSETZUNG FÜR DIESEN - UNSEREN BERUF?

Diese Achtung beginnt damit, JEDER HAT DAS RECHT SEINE MEINUNG FREI ZU ÄUSSERN, MIT ODER OHNE NAMEN!

Die Namenlosen fühlen sich hilflos - ängstlich, denn die Arbeitgeber haben dieses Forum längst endeckt.
Ihr wisst doch, Frei sprechen braucht einen vollen Bauch - den bekommst du nur mit Geld, das erhälst du nur durch Arbeit, durch einen Arbeitgeber!!!

Wie ich schon sagte, ich habe eine lange Beruferfahrung und würde gerne länger arbeiten.
Wenn die Bedingungen stimmen, könnte Jeder von unserem Berufsstand bis 67 arbeiten, wenn er wollte.
Ich bin sicher davon gibt es Einige!

Deshalb beginnen wir unseren Kollegen das Verständnis entgegen zu bringen, welche Vorausetzung für unsere Arbeit am Patienten ist.
 
Gegenseitige Achtung kenne ich schon lange nicht. :|
Ich gehöre noch zu der alten Garde, Pünktlichkeit, Ordnung, Sauberkeit, Pflege mit Herz und Qualität standen immer und stehen ( noch) bei mir auf dem ersten Plan.
Ich schreibe (noch), weil letzte Zeit in mir ein innerlicher Konflikt wächst.
Der Konflikt beruht auf zu wenig Zeit in der Relation zu den vielen Aufgaben, die ständig wachsen, in der Verbindung zu dem schon überall bekannten, chronischen Personalmangel. Dazu bin ich, vom Alter her, eine der sehr wenigen, die schon lange im Beruf stecken, umgeben von 95% jüngen Läuten, die anderen Prinzipien folgen und bei denen Qualität, Fleiß, usw... nicht mehr sooo geschrieben sind. Als Vordergrund dagegen stehen bei ihnen eigene Interessen. Sie alle könnten meine Kinder sein. Manchmal verstehe ich, dass die jungen Leute eine andere Art zu leben pflegen und ein wenig selbstbestimmt leben probieren. Aber die Situation fordert bei mir noch mehr Einsatz, weil dann noch mehr Aufgaben liegen bleiben, die erledigt sein müssen, weil meine jungen Kollegen alles locker nehmen. Ich habe schon auch aufgehört dagegen anzukämpfen. Man kann nicht alleine gegen Windmühlen kämpfen. Wenn ich mir so überlege, wir leisten immer mehr als es möglich ist. Wir müssen unsere ganze Kreativität einsetzen, um von den Aufgaben so viel wie möglich zu erledigen. Jeder von Pflegenden übernimmt Aufgaben, die eigentlich für 2-3 Pflegekräfte verteilt sein sollten. Das ist zu so einer Selbstverständlichkeit geworden.......und wir sprechen über einer Ausbeutung in der dritten Welt ? :mrgreen: Mir ist ziemlich Wurst, das hier auch die AG-s mit lesen. Das Forum ist doch offen für Alle. Da ich in mehreren KH-s Bekannte habe, weiß ich dass solche Situation nicht nur auf meinem Arbeitsplatz herrscht. Wir sind alle nur Menschen, jeder für sich probiert mit dem chronisch kranken System in der Pflege auf eigene Art umzugehen, und für sich ein Schutzmechanismus raus finden, und die ganze Misere im Gesundheitswesen ist allen bekannt. Trotzdem alle tuen es so, wie alles in Ordnung wäre. Pflegekammer ? @ renje, sehr gerne :)
 

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